
In Klüften und Spalten liegen sie seit Millionen von Jahren verborgen: Bergkristalle, die auf den Menschen seit jeher eine wundersame Faszination ausüben.
Die sogenannten „Strahler“, wie man die Kristallsucher vor allem in der Schweiz nennt, nehmen oft große Gefahren auf sich, um die außergewöhnlichen Mineralien aufzuspüren. In Mörel, am Fuße des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch in der Schweizer Aletsch Arena, lebt einer von wenigen Berufsstrahlern.
"Strahler" suchen nach den Schönheiten im Berg
Wenn Werner Schmidt in schwindelerregenden Höhen unterwegs ist, ist er ganz auf sich gestellt. Nur die Natur und er, keine Menschenseele weit und breit, kein Internet, keine Zeitung, kein Handyempfang, selten einmal eine Hütte zum Ausruhen auf dem Weg. Manchmal ganze zwei Wochen lang. Der einzige Ansprechpartner: der Berg. Und mit dem kommuniziert er nicht nur intensiv, sondern meist sehr erfolgreich. In seinem Strahlermuseum in Mörel kann er daher einen 800 Kilo schweren Jahrhundertfund vorweisen. Kein Wunder, dass Werner Schmidt die Faszination der Kristallsuche besonders anschaulich erklären kann.
Valérie Hasenmayer

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