Nein, gesichtet wurde der Wolf in Thüringen noch nicht. Doch seine Rückkehr ist nur eine Frage der Zeit- da sind sich fast alle einig. Also schon mal rüsten- und für alle Fälle einen Wolfsmanagement-Plan erstellen. So lautete die Devise im Bundesland Thüringen, die der NABU ausdrücklich begrüßte.
Bei vielen Menschen lösen Wölfe noch immer Angst und Unsicherheit aus- Kindheitserinnerungen wie „Rotkäppchen und der Böse Wolf“ bekommen die Erwachsenen nur schwer wieder aus dem Kopf. Hinzu kommt die Angst um eigene Farmtiere und Wildbestände. „Wir nehmen die Sorgen von Landnutzern und Öffentlichkeit ernst. Mit diesem Plan wollen wir betroffene Berufsgruppen unterstützen und den Menschen ihre Ängste nehmen“, betonte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz anlässlich der Vorstellung des Managementplans.

Einstellung der Bevölkerung entscheidend
Für den NABU war jener 8. Mai 2013 ein guter Tag. „Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Landesregierung einen Managementplan erstellt hat, in dem das konfliktarme Zusammenleben von Mensch und Wolf in Thüringen ermöglicht wird“, erklärte NABU-Landesvorsitzender Mike Jessat. Zum Programm zählen finanzielle Ausgleichszahlungen bei Rissschäden, intensives Wolfs-Monitoring, finanzielle Unterstützung zur Schadensvermeidung (Bau wolfssicherer Zäune, Einsatz speziell ausgebildeter Herdenschutzhunde, etc.) sowie umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit als „zentrale Säule des Wolfsmanagements in Thüringen“. „Die Zukunft der Wölfe hängt entscheidend von der positiven Einstellung der Bevölkerung dazu ab“, heißt es in dem 44-seitigen Bericht.
Einzig die Sorge des Landes um die Wildbestände kann der NABU nicht nachvollziehen. „Andere Faktoren wie Witterung oder menschliche Tätigkeiten in den Forsten haben deutlich stärkere Auswirkungen auf die Wildpopulation als der Nahrungsbedarfes eines Wolfes“, erklärt Markus Bathen, Wolfsexperte beim NABU. In Brandenburg und Sachsen mit ihren inzwischen 13 Rudeln gäbe es bis heute keinerlei Anzeichen für die Bedrohung einer einheimischen Wildart durch den Wolf.
Umso besser - dann spricht ja wirklich alles dafür, dass der Wolf auch in Thüringen willkommen sein wird. NISO
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