
Anleihe beim Terroreinsatz: Mit Drohnen will der World Wildlife Fund (WWF) gegen Wilderer vorgehen. Die Überwachung aus der Luft will einer Meldung der Agentur Pressetext zufolge „Google im Rahmen seines Global Impact Award-Programmes mit fünf Millionen US-Dollar unterstützen“.
„Wir suchen nach flexiblen Organisationen mit Unternehmergeist, einem Sinn für besondere Projekte, neuen Ideen und herausragenden Teams, die das Unmögliche möglich machen wollen“, beschreibt der US-Suchmaschinengigant Google sein neues Unterstützerprojekt für Nonprofit-Organisationen. Echtzeit-Sensoren zur Trinkwasserüberwachung oder DNA-Barcoding zum Aufspüren von Wilderern fördert der Konzern mit dem Global Impact Award-Programm. 23 Millionen US-Dollar schüttet das Programm in einer ersten Finanzierungsrunde an sieben Organisationen, die die Welt verändern, aus.
Ferngesteuerte Flugobjekte überwachen Elefanten und Nashörner
Der WWF, schreibt Pressetext erhoffe sich einen Abschreckungseffekt. Zudem sollen es die ferngesteuerten Fluggeräte ermöglichen, „illegale Jäger im Ernstfall auf frischer Tat zu ertappen“.
In Afrika sind in letzter Zeit mehr und mehr Fallensteller und Wilddiebe aufgetaucht. Die Wildhüter und Mitarbeiter der Naturschutzorganisationen bleiben in diesem Zweikampf ums Überleben vor allem der Nashörner und Elefanten oft nur zweite Sieger. Dennoch: „Luftüberwachung als Schutzmaßnahme macht nur bei großen Tierarten Sinn“, zitiert Pressetext Daniela Freyer von Pro Wildlife, „für Waldelefanten und andere Bewohner schwer einsehbarer Gebiete ist die Technik nicht geeignet.“
In Nepal setze der WWF bereits unbekannte Fluggeräte zur Überwachung in Naturreservaten ein. Allerdings hörten die Verantwortlichen die Bezeichnung „Drohne“ nicht gerne. Die Assoziation mit für militärische Zwecke verwendeten Geräten solle nämlich vermieden werden, zitiert die Agentur WWF-Sprecher Lee Poston. Er bevorzugt eine andere Umschreibung: Es handle sich um „hoch entwickelte, ferngesteuerte Flugmaschinen, wie sie im Hobbybereich verwendet werden“, zitiert ihn Pressetext. Als Steuergerät diene wahlweise ein Tablet-Computer oder ein dezidiertes Gerät.
Die bislang eingesetzten Flugapparate könnten rund eine Stunde in der Luft bleiben, die maximale Flughöhe betrage rund 200 Meter bei einer Reichweite von knapp 20 Kilometern.
Mit den installierten Kameras könnten Ranger Wilderer vom Boden aus auch in schwer zugänglichen Gebieten aufstöbern. Die leichten Drohnen könnten aus der Hand gestartet werden und seien, praktisch überall einsetzbar.
Mit dem Google-Geld soll das Programm auf neue Einsatzgebiete in Asien und Afrika ausgeweitet werden. Der Fokus liege auf dem Schutz von Elefanten, Nashörnern und Tigern.
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