
Zoo-Direktoren weisen Drogen-Vorwürfe zurück: Nur wenn ein Tierarzt Psychopharmaka im jeweiligen Einzelfall verordnet, würden Tiere in ihren Gehegen damit behandelt. Die Tierparkchefs reagieren damit auf Angriffe von Tierschützern, in Delfinarien würden Tümmler mit Beruhigungsmitteln gefügig gemacht.
global° hatte über den Fall aus den USA berichtet. Der Vorwurf, die dortigen Killerwale seien mit dem Medikament „Benzodiazepin“ behandelt worden, damit sie mit ihren Kunststücken und Schwimmvorführungen das Publikum belustigen.
VDZ: Tierärzte entscheiden jeden Einzelfall
Der Direktor des Kölner Zoos und Präsident des Verbands Deutscher Zoodirektoren (VDZ), Theo Pagel, kontert: „Die Auflagen für den Einsatz von Psychopharmaka bei Zootieren sind hoch und unterscheiden sich nicht von den Standards, wie sie auch bei der Behandlung von Menschen gelten.“ Medienberichte, wonach in deutschen Zoos „vorsorglich, flächendeckend und willkürlich Psychopharmaka an Tiere verabreicht“ werden, „entsprechen nicht den Tatsachen“, heißt es in einer jetzt vom VDZ verbreiteten Pressmeldung.
Pagel betont, es gäbe Richtlinien, die einen Missbrauch der Medikamente verhindern. Nur Tierärzte hätten „Zugang zu den gesichert aufbewahrten Medikamenten“. „Die Verabreichung erfolgt nur unter medizinischer Indikation“, sagt Theo Pagel. Es gebe keine extra für Zootiere zugelassene Sedativa und Tranquilizer, betont der Verbandschef.
red
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