Green IT – Nachhaltige Informationstechnologie

Foto: © Data Center - NCC (Beraldo Leal /Flickr,CC BY 2.0)

Das Verkehrsaufkommen in den Informations- und Kommunikationsnetzen erhöht sich jährlich um 50 bis 100 %. Ein Trend, der sich auch in den nächsten zehn Jahren weiter vortsetzen wird. Grund dafür ist unter anderem eine verstärkte Nutzung von Cloud-Apps, die einen Datentransfer immer weiter ankurbeln. Die Folge: ein um bis zu 20 % erhöhter Energieverbrauch pro Jahr.

Was ist Green IT?

 

Seit geraumer Zeit ist die sogenannte Green IT auf dem Vormarsch, um dem übermäßig hohen Energieverbrauch unserer Zeit Einhalt zu gebieten. Green IT meint damit die Bestrebung, die gesamte Informations- und Kommunikationstechnologie über deren gesamten Lebenszyklus hinweg möglichst umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Das heißt sowohl bei der Herstellung, als auch beim Betrieb, als auch bei der Entsorgung von Handy, Laptop & Co. sollte der Ressourcenverbrauch optimiert werden.

 

Energiefresser Netzwerktechnik

 

Gerade in Bezug auf die Netzwerktechnik ist dies ein wichtiges Thema. Denn der immer größere Ausbau von Breidbandsystemen hat gravierende Folgen. Das Wachstum des Energiebedarfs wird von dem immer verzweigteren Netz bis hin zu jedem Kunden dominiert. Der durch die Internetnutzung verbrauchte Strom wird bis 2020 vermutlich um zirka 300% zunehmen. Ein Grund dafür ist ein weltweit kontinuierlicher Anstieg der Webnutzer.

 

Bedarf an Serverkapazität wächst

 

Doch nicht nur das Laden des Akkus mit Strom erhöht den Energieverbrauch durch Tablet und Handy. Auch der in Zeiten von Cloud & Co. immer weiter zunehmende Datentransfer ist ein wahrer Energiefresser. Bis 2017 wird sich die Datenmenge, die transferiert und gespeichert wird, verdreifachen, so der Greenpeace- Report „Clicking Clean“ zum Thema Cloud-Nutzung aus dem Jahr 2014.

 

Rechenzentrum heizt schwedische Stadt

 

Eine Art „Grünes Datencenter“ wird jetzt nahe der schwedischen Stadt Falun gebaut. Das Serverzentrum setzt dabei nicht nur auf einen geringen Stromverbrauch, sondern trägt auch zum kommunalen Energie- und Heizsystem bei. Ziel: ein „negativer CO2-Fußabdruck“. Das heißt eine langfristig höhere Bindung als Produktion von Treibhausgasen.

 

Statt einer Klimaanlage setzt die städtische Tochterfirma Falu Energi & Vatten auf eine Dachbepflanzung zur Kühlung. Die grünen Blätter kompensieren gleichzeitig CO2 und bringen das Serverzentrum dem „negativen Fußabdruck“ so ein Stück näher. Die von den Servern ausgestrahlte Hitze wird im Winter wiederum als eine Art Heizung auf die Bewohner von Falun umgeleitet.

 

Dank dieser innovativen Methoden in Puncto Energiesparen und Nachhaltigkeit bezeichnet CEO Bengt Gustafsson das Serverzentrum zu Recht als „erstes klimapositive Datenzentrum der Welt“. 2016 wird das Rechenzentrum in Betrieb gehen und ist womöglich Vorbild für weitere Green IT- Projekte.


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