Die Bundestagswahl rückt näher und Sie wissen nicht, wo Sie Ihr Kreuz machen sollen? Welcher Parlamentarier welche Ansichten vertritt und wer Ihren Interessen und Überzeugungen am nächsten kommt? Zumindest, was „grüne“ Themen betrifft, hat der BUND eine kleine Entscheidungshilfe für Sie parat.
„Mit unserem Online-Kandidatencheck haben alle Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, sich ohne großen Aufwand über das umweltpolitische Profil der Bewerber für den nächsten Deutschen Bundestag zu informieren. Damit geben wir Umweltthemen den Stellenwert, den sie verdienen, und tragen zu mehr Transparenz in der Politik bei", erläutert Norbert Franck, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim BUND.

Von den bisher nominierten 1400 potentiellen Bundestagskandidaten nahmen in den vergangenen zwei Wochen 580 an der Befragung teil. Die Bilanz (Stand: 21. Juni 2013) ist aus Umweltsicht gar nicht so schlecht: 82 Prozent der potentiellen Parlamentarier lehnen Fracking, Kohle- und Atomstrom ab und setzen auf eine schnellere Umsetzung der Energiewende. Darunter sind auch 32 Vertreter der schwarz-gelben Fraktion. 85 von 100 Befragten wünschen sich eine breitere Bürgerbeteiligung bei großen Bauprojekten – Stuttgart 21 und der Berliner Flughafen lassen grüßen.
“Abweichler“ in allen Reihen
Der „Parteilinie“ blieben übrigens nicht alle treu: Überall gab es „Abweichler“. So sprachen sich insgesamt 26 Unions- und FDP-Angehörige gegen Massentierhaltung aus, während ein SPD-Mitglied mehr Bürgerbeteiligung ablehnte. Ein Grund mehr, sich nicht nur über die Parteien, sondern auch die Personen dahinter Gedanken zu machen. Bei SPD und Grünen war die Auskunftsbereitschaft gegenüber den Bürgern übrigens am größten, während sich Schwarz-Gelb am schwersten tat.
In mehr als der Hälfte der deutschen Wahlkreise fühlte der BUND den Politikern auch in puncto örtliche Brennpunkte auf den Zahn. Sie wollen mehr über „Ihre“ Volksvertreter, auch die vor der eigenen Haustür, wissen? Nichts leichter als das – einfach hier den Namen eingeben und lesen, was er oder sie zum Thema Massentierhaltung, Fleischexporte oder Energiewende zu sagen hat. Vielleicht erleichtert Ihnen das ja die Entscheidung, wer am 22. September mit Ihrer Stimme rechnen darf. Ob auf Worte auch Taten folgen werden, sehen wir danach… NISO
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