Plan B: Die Idee hatte der britische Geschäfts-Guru Richard Branson (Virgin). Kopf der Truppe ist Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz. Wirtschaftsführer aus der ganzen Welt werken im jetzt in England gegründeten „B-Team“ zusammen. Sie wollen einen „Plan B für Business“ aufstellen, „der soziale Gerechtigkeit in Unternehmen und Nachhaltigkeit für die Umwelt“ als Ziel nennt. Das berichtet das britische Wirtschaftsportal New Economy auf seiner aktuellen Website.
Die illustre Truppe versammelt neben Branson und Zeitz weitere Schwergewichte aus Unternehmen als Mitstreiter. Darunter etwa Medienunternehmerin Arianna Huffington (Huffington Post) oder Unilever-Boss Paul Polman.
Richard Branson: “Wirtschaft steht an kritischer Wegscheide“
„Die Unterzeichner glauben, dass sich die Welt an einer kritischen Wegscheide befindet“, schreiben die Wirtschaftslenker in ihrer Gründungsurkunde: „Weltweite Unternehmer müssen zusammenkommen und das Wohlbefinden der Bevölkerung und des Planeten in den Vordergrund stellen.“
Ihre Aufgabe definieren die Unternehmer klar: „Die Wirtschaft muss in diese Richtung denken, wenn sie gedeihen will.“
Zu verstehen ist das neue Borgehen vor dem Hintergrund der weltweit immer lauter vernehmbaren Kapitalismus-Kritik. Sie wollen, kommentiert Jules Gray in New Economy dem in Verruf geratenen Wirtschaftssystem neuen Glanz verleihen, indem sie ihm mehr Ethik einhauchen: Nachdem Branson 40 Jahre lang auf der Kapitalismus-Welle ritt und gutes Geld absahnte, präsentiere er sich nun als fairer, ehrlicher und kreativer Umweltunternehmer.
„Wir wollen möglichst viele Leute zusammenbringen, die nicht nur an kurzfristige Profite denken, sondern auch etwas Gutes tun wollen“, sagte Richard Branson in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. Seine Strategie erläuterte er in dem Gespräch auch: „Als Unternehmer können wir versuchen, Politikern und Sozialarbeitern zu helfen, eine Menge der Probleme auf der Welt anzugehen.“
Kapitalismus mit ethischem Ansatz
„Als Gruppe können wir mehr tun, als jeder für sich tun kann“, sagt Richard Branson. Und vor hat das B-Team tatsächlich viel. Laut Economist wollen sie sowohl Regierungen auf der ganzen Welt wie weltweit agierenden Unternehmen Vorschläge für transparentere Berichterstattungen über die Geschäfte machen sowie Vorschläge zum Umstieg auf alternative Energieträger unterbreiten.
„Während viele Branson früher immer wieder vorgeworfen haben, dass er ein schamloser Selbstdarsteller sei“, kommentiert Jules Gray, ernte er für seine Wandlung vom kapitalistischen Saulus zum Nachhaltigkeits-Paulus von allen Seiten ehrlichen Beifall.
Lesen Sie auch:
Protest gegen falsche Wirtschaftsform geht weiter
Gates und Branson: Lobbyisten für Geoengineering
Sozialklimaindex beleuchtet unser Sozialkapital

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC
Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pexels
Superbowl: In der Nacht des Football-Endspiels der besten Teams verzehren die Zuschauer – im...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Arek Socha
Neue, Idee für die Energiewende: Wissenschaftler der City University Hongkong entwickelten einen...
Foto: Pressenza (CC BY 4.0)
Die Organisationen IALANA, IPPNW und ICAN weisen anlässlich des Tages der Menschenrechte auf den...

Foto: ZDF / Martin Kaeswurm
Der amerikanische Finanzinvestor Blackrock verwaltet im Auftrag seiner Kunden über sechs Billionen...

Screenshot: gunther-moll.de
Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...