
Einkaufen mit gutem Gewissen: Unternehmen und Endverbraucher können künftig ihren Bedarf an Terminkalendern, Notizbüchern, Schreibgeräten oder Grußkarten im neuen B2B-Shop des WWF-Deutschland bestellen.
Die Naturschutzstiftung liefert nach eigenen Angaben Produkte „nachhaltigerer Produktion“. Den Shop organisiert Albrecht Fischer vom arti Kalender & Promotion Service in Herzebrock-Clarholz. globalmagazin befragte ihn, wie er das Sortiment auswählt und wie die Kunden damit den Artenschutz unterstützen.
Wie viele Produkte /Produktgruppen werden aktuell gehandelt und wie viele sollen es werden?
Albrecht Fischer: Wir haben aktuell im BtoB-Shop – für die Unternehmenskunden - 6 Produktgruppen, die sollen kurzfristig auf 9 ausgeweitet werden. Hier liegt es nur noch an kleinen Feinheiten.
Im BtoC-Shop – für Endverbraucher - werden es ab dem Start ähnlich viele sein.
Aus welchen Produktsegmenten können Kunden wählen?
Jeder Kunde kann das bestellen was er mag.
Wer sucht die Produkte aus?
Ich suche die Produkte in Abstimmung mit dem WWF aus. Da wir auch versuchen, hier neue Lizenzpartner zu gewinnen, können Artikel nur nach Absprache eingesetzt werden.
Werden die Waren zuvor extra getestet oder verlassen Sie sich dabei auf die Hersteller und Händler-Angaben?
Vom WWF gibt es einen 10-seitigen Kriterienkatalog, der von den Lieferanten unterschrieben werden muss. Ohne die Unterschrift des Herstellers passiert gar nichts.
Danach prüfe ich die Funktionalität und Qualität, um Beschwerden vorzubeugen. Anschließend fordere ich die notwendigen Zertifiksate an und leite diese mit dem Produkt zum WWF. Dort werden die Angaben sowie das Produkt nochmals geprüft.
Wieviel aus dem Verkaufspreis fließt in WWF-Projekte?
Hier gibt es keine prozentuale Angabe. Wenn ein Produkt vom WWF gebrandet wird, vereinbart die Naturschutzorganisation einen Betrag x als Stücklizenz - diese schwankt zwischen zwei Cent und einem Euro. Es können aber auch höhere Beträge vereinbart werden, wenn das Produkt an sich höherpreisig ist.
Wie hoch ist der Verwaltungsaufwand?
Die Verwaltungskosten betrugen im Finanzjahr 2014/2015 fünf Prozent der Gesamtausgaben des WWF.
Hat der Kunde Möglichkeiten, dies nachzuprüfen?
Die aktuellen Zahlen werden jeweils im WWF Jahresbericht veröffentlicht und sind auch über die WWF Website einsehbar.
Der WWF Deutschland trägt seit 2013 das Prädikat "Zertifiziertes Fundraising" des TÜV Thüringen - als erste und bisher einzige Organisation aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz. Zertifiziert wurde das Qualitätsmanagementsystem zur Steuerung der Spendergewinnung und -betreuung (Fundraising). Die Prüfung betrachtete auch die WWF-eigene Kontrolle der Fundraising-Arbeit und die entsprechenden Abläufe. Und Stiftung Warentest bewertet den WWF in Heft 12/2013 als effizient, transparent und gut organisiert. Nur sechs von 46 untersuchten Spendenorganisationen im Tier- und Umweltschutzbereich arbeiten laut dieser Untersuchung "wirtschaftlich, sind transparent und gut organisiert". Damit erreichte der WWF die höchste der vergebenen Bewertungsstufen.
Heizt ein solcher Handel mit nachhaltigen Argumenten nicht zusätzlich den Konsum an, der seinerseits ja nicht nachhaltig ist?
Das papierlose Büro ist bisher eher noch die Ausnahme. Auch Unternehmen, die sich bemühen, ihren Bedarf an Papier und anderen Büroartikeln immer weiter zu reduzieren, benötigen nach wie vor noch Büroartikel. Wir bieten mit den WWF-Produkten und dem B2B-Webshop eine geeignete Plattform, um diesen Bedarf nachhaltiger zu decken und schließen damit eine Angebotslücke. Zudem möchten wir auch in der B2B-Zielgruppe das Bewusstsein weiter für nachhaltiger produzierte Produkte schärfen, die im Büro eingesetzt werden können. Denn längst nicht jedes Unternehmen setzt schon konsequent auf derartige Produkte.
pit
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