Casino-Tourismus: Wie damit umgehen?

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Über viele Jahre wurde das Glücksspiel vor allem mit der Spielhalle um die Ecke in Verbindung gebracht. Nun scheinen diese Zeiten endgültig der Vergangenheit anzugehören.

Denn immer mehr Menschen sind gerne dazu bereit, für den Nervenkitzel um die Welt zu reisen. Doch wie ist mit dieser Entwicklung umzugehen und wie wird sie von verschiedenen Seiten gefördert?

 

Las Vegas als Vorreiter

 

Der Blick auf Las Vegas bringt kaum einen Punkt mit sich, an dem eine ökologische Herangehensweise erkannt werden könnte. Einerseits muss viel Energie in Bewässerung und Kühlung gesteckt werden, da es sich praktisch um eine Stadt in der Wüste handelt. Genau dies macht es von Beginn an schwer, die Weichen auf eine nachhaltige Entwicklung zu stellen. Noch nicht betrachtet wurden bis zu diesem Zeitpunkt die riesigen Leuchtreklamen, die ebenfalls Energie in Anspruch nehmen.

Las Vegas selbst ist gelungen, sich als eine Stadt des Glücksspiels in Szene zu setzen. Durch den legendären Ruf, der dadurch im Laufe der Jahrzehnte zustande gekommen ist, blicken die Spieler auf der ganzen Welt neidisch auf die Möglichkeit, dort in das Spiel einzusteigen. Doch bereits der Flug, der von Deutschland aus etwa 9.000 Kilometer lang ist, lässt davon eine schlechte Umweltbilanz zurück.

 

Online-Angebote als Alternative

 

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Während manche Spieler sich die Chance wünschen, einmal in den großen Casinos dieser Welt aktiv sein zu können, sind die Spiele in diesen Tagen eigentlich schneller verfügbar, als dies jemals zuvor der Fall gewesen ist. Denn mit nur wenigen Klicks lassen sich die Inhalte in diesen Tagen im World Wide Web abrufen. Ein Bonus macht die digitalen Angebote aus finanzieller Hinsicht sogar noch attraktiver. Doch noch immer nicht scheinen sie nicht mit dem Flair mithalten zu können, welches die klassischen Spiel-Tempel bereits seit Jahren zu bieten haben.

Tatsächlich ist es zumindest im Hinblick auf die ökologischen Einflüsse mit einem guten Gewissen möglich, sich für diesen Weg zu entscheiden. Einerseits fallen Anfahrten weg, die eigentlich einen negativen Einfluss auf die Umwelt hätten. Auf der anderen Seite sind die Unternehmen in der EU steuerpflichtig. Dies hat zur Folge, dass zumindest ein Teil der generierten Gelder wieder in öffentliche Projekte investiert wird, die der Mehrheit der Bevölkerung zugute kommen sollen. Dadurch bieten die Online Casinos durchaus eine Alternative, über die es sich aus nachhaltiger Sicht nachzudenken lohnt.

 

Asien profiliert sich

 

Bereits seit Jahren ist auch der asiatische Raum daran interessiert, einen Fuß in die Tür des florierenden Casino-Tourismus zu bekommen. Das in der Nähe von Hong Kong gelegene Macau setzte sich das Ziel, seinen Gästen Luxus in besonderer Form zu bieten. Dennoch stehen edle Speisen und luxuriöse Übernachtungen bereits für einen geringen Betrag zur Verfügung. Denn diese Angebote sollen ganz bewusst günstig gehalten werden, um die Spieler zum einen oder anderen zusätzlichen Einsatz zu animieren. Genau dies ist unter dem Strich der Weg, wie sich diese Welt des Glamours zu finanzieren versteht.

Letztendlich kann es im Hinblick auf die Umwelt demnach kaum das Ziel sein, diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter zu fördern. Vielmehr wird es notwendig sein, auf die Ökobilanzen hinzuweisen, welche die verschiedenen Varianten des Spiels mit sich bringen. Schließlich sind Alternativen längst verfügbar, die zu selten in Anspruch genommen werden.

 

Patrick Tomforde

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