
Waldwirtschaft und Politiker im Dialog: Als Beginn einer Vorstellungsrunde bei Politik und Verbänden trafen die Sprecher der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, Xaver Haas und Professor Dr. Hubert Röder sowie der Kuratoriumsvorsitzende von proHolz Bayern, Martin Bentele, mit dem Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer MdL zusammen. Als Ort hatte man bewusst das Grüne Zentrum in Immenstadt (Lkr. Oberallgäu) in Kreuzers Wahlkreis gewählt. Mit dabei war auch die Nachbarabgeordnete aus dem Ostallgäu und Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Angelika Schorer. Das Grüne Zentrum, ein auffälliges, dreistöckiges Verwaltungsgebäude in Immenstadt ist ein Musterholzbau, der von 9 verschiedenen Verbänden und Einrichtungen wie u.a. dem Landwirtschaftsamt genutzt wird. Der Stellvertretende Amtsleiter Dr. Ulrich Sauter erläuterte bei einer Führung das dem Gebäude zugrunde liegende Konzept und betonte die Akzeptanz der Mitarbeiter: „Sie fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz hier wohl!“ Zu Beginn der Gesprächsrunde stellte proHolz Bayern-Kuratoriumsvorsitzender Bentele das Potenzial der heimischen Forst- und Holzwirtschaft dar, was besonders für den Klimaschutzaspekt gelte. So stelle die durch die Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Wald sowie bei der stofflichen und energetischen Nutzung von Holz erzielte Klimarelevanz mit knapp 20 Mio. Tonnen (t) rund ein Viertel des im Freistaat jährlich emittierten CO2 dar.
Will man diese Funktion erhalten, müsse auch künftig die Holzbereitstellung gesichert sein. Die Herausforderung werde sein, den zunehmenden strukturellen Problemen bei der Erbfolge im Kleinprivatwald erfolgreich zu begegnen.
Nationalpark: Thema ist Dauerbrenner
Kreuzer und Schorer erkannten die Notwendigkeit, hier vielfältige Modelle zur Ansprache und Kontaktaufnahmen bereit zu stellen. Zudem habe man sich bereits mit der Evaluierung der forstlichen Förderung befasst.
Das Thema Nationalpark bleibt ein Dauerbrenner bei Forst und Holz. Prof. Dr. Röder bat die Abgeordneten darauf zu achten, dass bei den Zuständigen in der Staatsregierung weiterhin die vorgegebenen Faktoren „naturschutzrechtliche Eignung und das breite Einverständnis vor Ort“ geprüft würden. Clustersprecher Haas konfrontierte die Abgeordneten mit den Rahmenbedingungen für den Holzbau. „Es muss nicht alles in Holz gebaut werden, aber die Voraussetzungen sollten so sein, dass Holz bei der Planung von Gebäuden nicht durch Regelungen benachteiligt ist“, lautete sein Petitum. Man war sich einig, dass im zuständigen Wirtschaftsausschuss im Landtag die Diskussionen in die richtige Richtung liefen.
Die Zukunft der Clusterinitiative Forst und Holz war ebenfalls Bestandteil der Diskussion. Cluster-Geschäftsführer Dr. Jürgen Bauer skizzierte die Struktur der sehr kleinteiligen Forst- und Holzwirtschaft. Bei Thomas Kreuzer traf er damit auf Verständnis: „Die Forst und Holzwirtschaft ist eine wichtige Säule unseres ländlichen Raums in Bezug auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Zur Stärkung der Innovationskraft braucht es auch in Zukunft eine staatliche Co-Finanzierung der Clusterarbeit“.
Die Vorbildrolle des Allgäus bei der Holzverwendung präsentierte abschließend der Vorsitzende des Holzforums Allgäu, Hugo Wirthensohn. Auch wenn man schon Erfolge vorweisen könne, sei man aber noch lange nicht da, wo man hin wolle. Wegweisend könnte hier ein Modell sein, wie es von der Stadt München mit einem CO2-Bonus umgesetzt werde, das den Einsatz regionaler nachwachsender Rohstoffe honoriert. Schorer und Kreuzer, beide im Allgäu auch kommunalpolitisch aktiv, vernahmen es mit Interesse.
Ines Heinrich

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC
Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pexels
Superbowl: In der Nacht des Football-Endspiels der besten Teams verzehren die Zuschauer – im...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Arek Socha
Neue, Idee für die Energiewende: Wissenschaftler der City University Hongkong entwickelten einen...
Foto: Pressenza (CC BY 4.0)
Die Organisationen IALANA, IPPNW und ICAN weisen anlässlich des Tages der Menschenrechte auf den...

Foto: ZDF / Martin Kaeswurm
Der amerikanische Finanzinvestor Blackrock verwaltet im Auftrag seiner Kunden über sechs Billionen...

Screenshot: gunther-moll.de
Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...