Demonstration für den Ausbau der Windkraft

Windkraftanlage in Cuxhaven an der Nordsee. Foto: Wikimedia cc/RaBoe/Wikipedia

In Norddeutschland haben mehrere tausend Beschäftigte der Windenergiebranche ihre Arbeit niedergelegt - für den weiteren Ausbau der Windkraft. Mitarbeiter von rund 50 Betrieben der fünf Küstenländer folgten einem Aufruf der IG Metall Küste sowie des Bundesverbandes Windenergie (BWE). Gegen Mittag zogen sie für eine „Warnminute“ und kurze Kundgebungen vor die Werkshallen und Verwaltungsgebäude, berichtet FOCUS online. Der Adressat dieser Demonstration ist die Bundesregierung in Berlin, die den Neubau von Windkraftanlagen mit einem neuen Gesetzentwurf deckeln will. Auch Einschränkungen für den Bau von Bürgerwindparks sollen anstehen. Obwohl die Windbranche eine Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Hinblick auf zu hohe Förderungen und ansteigende Stromkosten für nötig erachtet, dürfe die Gesetzesänderung trotz alledem den Ausbau der Windenergie an Land und auf See nicht behindern.

 

“Windkraft hat eine Schlüsselrolle bei der Energiewende“

 

Den billigsten Ökostrom produzieren die Windparks an Land; vor dem Hintergrund einer bezahlbaren Energiewende kommt der Windkraft somit eine Schlüsselrolle zu, so FOCUS online. Um den Bedarf an günstigem Strom aus Windkraft zu decken, werden auch Windparks vor der Nord- und Ostseeküste unverzichtbar sein. „Der Wind weht dort fast 365 Tage im Jahr. Dort können verlässlich die großen Strommengen produziert werden, die ein Industrieland wie Deutschland braucht“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Die Windkraft gilt vor allem in den norddeutschen Bundesländern als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Rund zwei Drittel der rund 120.000 Beschäftigten der Windenergiebranche arbeiten in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Laut FOCUS online äußerte Sellering Verständnis für die Sorgen in der Branche. „Es werden in den nächsten Monaten wichtige Weichenstellungen bei der Energiewende vorgenommen. Und die dürfen nicht dazu führen, dass die Energiewende ausgebremst oder ganz infrage gestellt wird, wie dies vereinzelt auf Bundesebene leider geschieht“, erklärte der Schweriner Regierungschef.AVA

 

 

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