DUH gegen dm: Wider den Verpackungswahn

Katharina Lehmann Foto: DUH

Schluss mit dem Verpackungswahn bei dm: Innerhalb von nur zwei Wochen haben 50.000 Menschen die gemeinsame Petition der Berlinerin Katharina Lehmann und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen überflüssige Verpackungen und ressourcenverschwendende Produkte bei der Drogeriemarktkette dm unterzeichnet.

„Ich freue mich sehr über die große Zustimmung“, zieht Lehmann ein erstes Fazit: „Sie zeigt mir, dass ich nicht allein bin mit meinem Wunsch nach umweltfreundlicheren Produkten und Verpackungen.“ Die Berlinerin wünscht sich jetzt, dass dm sich gesprächsbereit zeigt und die Unterschriften entgegennimmt.

 

50.000 Verbraucher protestieren gegen lastikverpackungen

 

Die Petition fordert den Konzern auf, ökologische Verantwortung beim Angebot seiner Produkte zu übernehmen. dm ist - mit über 3.000 Filialen und mehr als 50.000 Mitarbeitern - Marktführer unter den deutschen Drogerien und europaweit vertreten. Trotz einzelner Maßnahmen und selbstformulierter Umweltziele unternehme die Drogeriekette kaum etwas gegen den zunehmenden Verpackungswahn, betont die DUH in einer Pressemeldung zur Kampagne.

Die Petition läuft noch bis zum 30. September unter dem Motto „Weniger ist mehr: Schluss mit dem Müll!“. „Die hohe Zustimmung und Unterstützung so vieler Menschen macht deutlich, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher sich ein umweltfreundlicheres Produktangebot von dm wünschen“, sagt auch Thomas Fischer. Er ist Leiter Kreislaufwirtschaft des Umweltverbands und fordert, dass Einwegplastikflaschen, vermeidbare Umverpackungen und Kunststofffolien aus den Regalen verschwinden. „dm hat als Marktführer eine besondere Verantwortung beim Ressourcenschutz.“

 

17 Mio. Tonnen Müll: Deutschland verpackt am meisten

 

Mit mehr als 17 Millionen Tonnen pro Jahr fällt in Deutschland mehr Verpackungsabfall als in jedem anderen Land Europas an, so die DUH. Neben Supermärkten seien vor allem Drogerien mitverantwortlich für diese Abfallflut. Eine aktuelle Studie des Verbands mache jedoch deutlich, dass Drogerien bezüglich des Ressourcenverbrauchs durch Verpackungen und Produkte bislang keine klaren Strategien und Ziele verfolgen.


red

 

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