DUH will Autos die Zulassung entziehen lassen

Foto: Holzmann/DUH

Deutsche Umwelthilfe (DUH) stoppt Opel und Renault: Mit Hinweisen an die zuständigen Aufsichtsbehörden will die DUH das Modell Opel Zafira ausbremsen. In Frankreich stoppte ihre Eingabe bei Umweltministerin Segolène Royal nach eigenen Angaben bereits „15.000 Renault-Diesel Pkw wegen zu hoher Nox-Emissionen“, betont der Verband in einer Presserklärung.

Ein solches Schicksal droht nun auch dem Opel Zafira 1.6 CDTi in Deutschland. Die Umwelt- und Verbraucherschützer wollen in ausbremsen, weil ihre Messungen bereits im Herbst „stark erhöhte NOx-Emissionen“ ergaben. „Die Deutsche Umwelthilfe hat am 15. Januar 2016 beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Widerruf der Typgenehmigung beziehungsweise hilfsweise eine Rückrufanordnung für bereits zugelassene Opel Zafira 1.6 CDTi aufgrund stark erhöhter Nox-Emissionen beantragt“, teilte der Verband daher jetzt mit.

 

DUH: Verkehrsminister behindert Aufklärung des Diesel-Skandals

 

Die Umweltschützer werfen in diesem Zusammenhang Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Verschleierung vor. Er „behindert weiterhin aktiv die Aufklärung des Diesel-Abgasskandals“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

„Opel-Vorstand Neumann räumt zu hohe NOx-Emissionen bei 43.000 Fahrzeugen ein“, betont die DUH. Das aber reicht dem Verband nicht. Er fordert das Kraftfahrt-Bundesamt dazu auf, neben dem Entzug der Typgenehmigung sicherzustellen, dass anstelle der von Opel geplanten 'freiwilligen Serviceaktion' ein amtlicher Rückruf erfolge. Die Reaktion der Rüsselsheimer Autobauer auf dieses Vorgehen: „Gegenüber der DUH verweigert die Adam Opel AG seit der Veröffentlichung des Prüfberichts der Schweizer Abgasprüfstelle Bern jegliche Antwort auf gestellte Fragen“, so die DUH. Opel gebe auch keine Erklärung dafür, warum der Opel Zafira die Grenzwerte für NOx im Prüfzyklus zwar einhalte, diese aber bei minimalen Variationen der Rahmenbedingungen um mehrere hundert Prozent über dem gültigen Grenzwert lägen, so der Umweltverband in seiner Pressemeldung.


red

 

 

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