Erneuerbare Energien-Forum auf Hannover Messe

Foto: Hannover Messe

Chancen und Herausforderungen des künftigen Energiemarktes – diesen Schwerpunkt setzt das Forum Erneuerbare Energien des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) auch in diesem Jahr auf der Hannover Messe. „Die hohe Präsenz der Erneuerbaren-Energien-Branche auf der bedeutendsten Industriemesse der Welt und ihre innovativen Produkte zeigen, das eine sichere Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien funktionieren kann“, betonte dazu BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die technologischen Weichen für die Energiewende seien klar auf Gelingen gestellt.

Das BEE-Forum bietet nach Meinung der Veranstalter eine hochkarätige Bühne, um über Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für einen nachhaltigen, sicheren und wettbewerbsfähigen Energiemix zu diskutieren. Mehr als 50 nationale und internationale Wissenschaftler, Politiker und Industrievertreter referieren während der einwöchigen Fachveranstaltung ihre Standpunkte und ihr Expertenwissen zu den Themenkomplexen Energiewirtschaft, -technik und –recht.

 

Zu wenig von Chancen der Energiewende geredet

 

Schütz machte dennoch deutlich, dass die Unternehmen der Branche verlässliche Rahmenbedingungen bräuchten – politisch wie ökonomisch. „Diese Verlässlichkeit ist abhanden gekommen. Und ich habe Zweifel, ob die Energiewende als Erfolgsgeschichte noch Handlungsleitfaden der Regierung ist.“ Er frage sich, warum von den großen Chancen der Energiewende für die Menschen, die Unternehmen und für den Klimaschutz kaum mehr die Rede sei. Stattdessen gebe es immer neue Vorstöße, wie der Ausbau der Erneuerbaren verlangsamt werden könne.

„Wir brauchen aber weiterhin Dynamik. Denn der Beschluss steht, aus der Atomenergie bis 2022 aus- und auf Erneuerbare Energien umzusteigen.“ Das Zentrum des künftigen Energiesystems bildeten die fluktuierenden Erneuerbaren Energien Wind und Sonne. Der weitere Bedarf werde, so Schütz, „aus dem Zusammenspiel mehrerer Bestandteile gedeckt.“ Unter anderem durch verbleibende konventionelle Kraftwerke und das europäische Verbundnetz. Beide könnten Angebotslücken oder temporäre Überschüsse ausgleichen helfen.

Mehr Flexibilität komme auch durch eine stärkere Verknüpfung des Strom- und Wärmemarktes ins System. „Insbesondere bei der Kraft-Wärme-Kopplung muss die stromgeführte Fahrweise der Anlagen durch den Ausbau von Wärmespeichern erleichtert werden“, forderte Schütz. Die Speicherung von Wärme sei auf absehbare Zeit wesentlich einfacher und günstiger zu realisieren als die Speicherung von Elektrizität.

 

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