
Intelligente Straßenbahn zeigt Nahverkehr der Zukunft: im österreichischen Linz testen die Verkehrsbetriebe seit Herbst mit moderner Kommunikationstechnik, wie sich Energieverbrauch und Kosten senken, jedoch der Komfort für Fahrgäste steigern lassen. Schlüssel dafür ist der Informationsaustausch der Züge mit der Betriebszentrale.
70 Prozent der Weltbevölkerung werden nach Schätzungen von Wissenschaftlern bis Mitte des laufenden Jahrhunderts in Städten leben. Die Folge: Der Mobilitätsbedarf in urbanen Räumen explodiert um 260 Prozent.
„Wir brauchen innovative Verkehrskonzepte und intelligente Lösungen, um Städte zu echten Smart Cities zu gestalten“, zitiert die Agentur Pressetext Kari Kapsch, den Chef der österreichischen Kapsch CarrierCom AG. „Das klare Ziel unserer Lösungen ist es, für den Betreiber die Betriebsabläufe und die Energienutzung zu verbessern, um signifikante Kosteneinsparungen zu ermöglichen und gleichzeitig Kundenservice und Leistungsfähigkeit der Verkehrssysteme zu erhöhen.“
Energie sparen und Komfort für Fahrgäste erhöhen
Erich Haider, Vorstandschef der Linzer Verkehrslinien ist zufrieden mit dem intelligenten Info-Austausch seiner neuen City-Runner. Durch effizientere Nutzung bei Beschleunigungs- und Bremsvorgängen sowie der Heizungen in den Fahrzeugen ließ sich die eingesetzte Energie um 10,2 Prozent verringern. „Wir produzieren damit 85 Tonnen weniger CO2“, bilanziert Haider, „das Einsparpotenzial für die gesamte Fahrzeugflotte der Linz AG Linien entspricht etwa dem Jahresstromverbrauch von 300 Haushalten.“
Noch ein Vorteil des besseren Wissens über den Fuhrpark: Neben der Senkung der Energiekosten bringe die M2M-Lösung wesentliche Verbesserungen bei der Wartung der Verkehrsmittel. „Wir haben nun deutlich bessere Informationen über den Zustand der Fahrzeuge und können Wartungsarbeiten viel gezielter durchführen“, zitiert die Agentur den Verkehrschef.
Damit dies klappt, wurden die Straßenbahnen mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet.
Die damit gemessenen etwa 50 verschiedenen Parameter sammeln die Fahrzeuge in einer Black Box und senden sie in Echtzeit an die Betriebszentrale. „Der Betriebsleiter fährt in der intelligenten Straßenbahn mit“, erklärt Wolfgang Leindecker, vom Entwickler Kapsch CarrierCom AG.
Der Einsatz des neuen Systems rechne sich bereits schon nach kurzer Zeit.
red
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