
Bauen mit Holz ist nachhaltig. Bauen mit Holz boomt. „Für 2017 bis 2020 sagen Branchenkenner dem Holzrahmen- und Holzfertigbau deutliche Marktanteilszugewinne voraus“, schreibt dazu jetzt die Gütegemeinschaft Deutscher Fertigbau e.V. (GDF).
Dennoch ist die Freude bei der GDF nicht ungetrübt. Je gefragter Holzrahmenbauten und Holzfertighäuser sind, desto wichtiger werde es, „die hierzulande geltenden hohen Qualitätsstandards auch bei steigenden Gebäudefertigstellungszahlen sicherzustellen und Billiganbieter ohne Güteüberwachung konsequent in die Schranken zu weisen“, mahnt der Verband. „ Der gegenwärtige Holzbau-Boom darf die Betriebe nicht dazu verleiten, bei der Planung, Herstellung und Montage von Gebäuden aus Holz irgendwelche Kompromisse zu Lasten der Qualität einzugehen und es mit der Gütesicherung hier und da etwas weniger genau zu nehmen“, schreibt GDF-Vorstand Jochen Kurz seinen Kollegen bei der Jahrestagung ins Stammbuch.
GDF-Chef Kurz: Qualität im Holzbau mit Gütezeichen abgesichert
Rund 100 Mitgliedsunternehmen zählen zur Gütegemeinschaft Deutscher Fertigbau. Die Auftragsbücher der allermeisten Firmen seien randvoll, die Produktion auf Monate ausgelastet. Betriebswirtschaftlich betrachtet komme das dem Idealzustand recht nahe, zog Kurz Bilanz. Nichtsdestotrotz: „Gerade bei ausgelasteter Kapazität hängen die Kundenzufriedenheit und die Reputation des Werkstoffs Holz im Markt entscheidend von minutiös geplanten Maßnahmen zur Gütesicherung ab. Schließlich leben wir vom Qualitätsvorsprung!“, forderte Kurz. Um als Holzbauer in den Augen der Öffentlichkeit zu bestehen, rief er alle GDF-Mitglieder auf, für die Vorzüge des gütegesicherten Holzbaus offensiv zu werben.
Zur Unterscheidung zwischen qualitätsorientierten und anderen Anbietern ließen sich, so die GDF die neuen RAL-Gütezeichen 421 Holzrohelementherstellung und RAL-Gütezeichen 422 Holzhausbau heranziehen. Sie gelten ab Juli 2017 und werden von der GDF erst nach eingehender Überprüfung verliehen.
Wolkenkratzer ganz aus nachhaltigem Holz in Chicago geplamt
„Der Holzbau hat im öffentlichen Raum sowohl national als auch international eine enorme Aufwertung erfahren“, unterstrich bei der Tagung GDF-Geschäftsführer Thomas Schäfer. Das werde sowohl an der steigenden Nachfrage nach Zweck- und Gewerbebauten aus Holz, Wohnunterkünften für Geflüchtete sowie Gebäuden für besondere soziale Bedarfslagen deutlich. So entstand in Bad Aibling ein achtgeschossiger Holzbau, in Wien ist derzeit sogar ein Haus mit 24 Etagen aus Holz im Bau. Auch in Kanada steht in Vancouver ein Holzhaus mit 18 Stockwerken. „In Chicago soll sogar, wie kürzlich bekannt wurde, ein Skyscraper mit 80 Geschossen in Planung sein“, meldet die GDF.
red
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