
Otto – hat's verstanden! Vertriebsvorstand Marc Opelt des Hamburger Handelsriesen lässt sich im Online-Techportal mit dem nächsten Credo des Warenhauses zitieren: „Wir glauben, dass Konsumenten zukünftig auch physische Produkte auf Zeit mieten möchten und dies einfach und sorgenfrei sein sollte.“
Der Handel 3.0 öffnet die Pforten und lockt Kunden mit neuen Konsumversprechen: Was Musik-Streamingdienste oder Carsharing-Portale vormachen, soll nun auch für Heim- und Haushaltselektronik oder Sportgeräte gelten. Bei Otto können Kunden schon bald über das eigens kreiertes Onlineportal Otto Now, ihre Wunschprodukte nicht etwa shoppen, sondern für drei Monate leasen. Im Angebot: „Smartphones, Notebooks, Beamer, Spielekonsolen und Drohnen“, weiß Heise-Onlie schon. Auch E-Bikes sollen ins Angebot, plant das Unternehmen: „Konkrete Hersteller und Modellreihen verriet Otto noch nicht“.
Produkte leihen statt kaufen: Otto Now startet im Oktober
Noch laufen laut Heise interne Tests. Schon im Oktober aber soll Otto Now starten. „Otto Now kommt allen zugute, die Dinge nicht mehr für eine lange Zeit benötigen“, verkündet das Unternehmen selbst in einer Mitteilung. Die Idee, so Otto, sei durch Beobachtung des Kunden.Markts im zunehmend digitalen Umfeld entstanden. Jetzt, glauben die Otto-Strategen sei der günstige Zeitpunkt für den Testlauf von Otto Now: „Unser Ziel ist es, unseren Kunden nah zu sein, ihre Wünsche zu verstehen und bestmöglich zu erfüllen.“
Dazu gehört auch guter Service. Das Handelshaus will daher zu jedem Produkt einen Rundum-Service inklusive Aufbau, Wartung und kostenloser Reparatur anbieten.
Weniger Konsum schützt Umwelt und Klima
Mieten statt kaufen: Die Idee ist nicht ganz neu. global° berichtete bereits über das Berliner Start-up Leihbar, das Produkte wie Bohrmaschinen in Automaten feilbieten will oder das Projekt des Schweizer Künstlers Dan Archer, der Nachbarschaftsboxen in Gemeinden aufstellt, in denen sich die Meschen Dinge, die sie brauchen herausnehmen oder Sachen, die sich nicht mehr brauchen, abstellen können.
Eines haben all diese Projekte und Business-Ideen gemein: Sie schonen Ressourcen. Das begrenzt den Klimawandel und den Verlust weiterer Arten – also ist es ein Ansatz für mehr Nachhaltigkeit. Das macht Sinn.
pit
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