
Pestizide in Tiefkühlkost! Über 1.000 Menschen mussten in Japan von Ärzten behandelt werden, nachdem sie verseuchte Nahrung aus der Tiefkühltruhe in Supermärkten gekocht und verspeist hatten. Fast 6,5 Millionen Packungen zogen die Hersteller danach aus dem Verkehr.
Fertigprodukte der japanischen Firma Maruha Nichiro Holdings aus Gunma schienen der Auslöser für die Welle von Übelkeit zu sein. Die in der Stadt nördlich von Tokio produzierte Tiefkühlware roch nach Medienberichten „fischig“. Der Geruch stammte aber vom Insektengift Malathion. „Wer die Ware aß“, räumte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde gegenüber der britischen BBC ein, „ konnte Bauchschmerzen bekommen.“
Japan: Rückruf für Pestizid verseuchte Tiefkühlkost
Offiziell zählte die Gesundheitsbehörde in Gunma 556 Patienten mit Durchfall und Magenverstimmungen. Ursache war das Insektizid, das Bauern und Gärtnern zur Fliegenbekämpfung einsetzen. Der lokale Rundfunksender NHK in Japan allerdings berichtete laut BBC, es hätten sich 900 Menschen krank gemeldet. Sie aßen zuvor Tiefkühlpizza und -nuggets. Nachdem die Herstellerfirma Tausende Beschwerdeanrufe erhalten habe, so die BBC-Meldung, entschuldigte sich das Management öffentlich in der Zeitung. Danach begann Maruha Nichiro mit einer Rückrufaktion: Die Firma sammelt Packungen in den Supermarktregalen ein. Allerdings konnte sie erst rund eine Million der 6,4 Millionen gefertigten Packungen zurück holen.
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