
Angst um Nahrung und Biodiversität in Malawi: Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt bezieht eindeutig Stellung gegen den US-Agrochemiekonzern Monsanto. Es „befürchtet negative Auswirkungen für die Ernährungssicherheit und biologische Vielfalt des Landes“, wenn – wie von der Regierung Malawis geplant – im Land Gentech-Baumwolle angebaut werden darf. Gemeinsam mit inländischen Organisationen des Kontinents sieht Brot für die Welt „auch die von der deutschen Bundesregierung unterstützte Initiative Cotton made in Africa gefährdet“.
Verschiedene Kirchen in Malawi laufen Sturm gegen die gentechnisch veränderte Baumwolle auf Malawis Feldern. Die soll nach dem Streben des US-Konzerns schon bald auf den Feldern blühen. Sie fürchten zudem, „die Zulassung von gentechnisch veränderter Baumwolle in Malawi würde deren weiterer Ausbreitung in Afrika Tür und Tor öffnen“.
Deshalb schlossen sie ein Bündnis gegen die Gentechnik-Bauern.
Gen-Baumwolle gefährdet auch deutsches Entwicklungs-Projekt
„Der Bundesregierung kann nicht daran gelegen sein, der von ihr geförderten Initiative Cotton made in Africa zu schaden“, sagt Stig Tanzmann. Der Landwirtschaftsexperte von Brot für die Welt betont, dass der Anbau der gentechnisch veränderten Monsanto-Sorte die Kooperation der deutschen Regierung mit Partnern aus der Wirtschaft torpdediere. Diese propagiere und fördere Gentechnikfreiheit und werbe mit geringen Pestizidrückständen in den Textilien.
Deutschland wolle eines der ersten Grünen Innovationszentren des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Malawi aufbauen, sagen die kirchlichen Entwicklungsdienstler. Daher habe die Stimme Deutschlands durchaus Einfluss auf die Regierung im afrikanischen Staat. „Die Bundesregierung sollte die berechtigten Sorgen der malawischen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aufnehmen und sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Afrika einsetzen“, sagt Tanzmann in einer Pressemeldung seiner Organisation.
red
Lesen Sie auch:
Erfolg: Immer weniger Mütter sterben im Kindbett
link globalmagazin.com/themen/wirtschaft/vielfalt-auf-dem-acker-bleibt-vorerst-gewahrt/> Vielfalt auf dem Acker bleibt – vorerst

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC
Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pexels
Superbowl: In der Nacht des Football-Endspiels der besten Teams verzehren die Zuschauer – im...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Arek Socha
Neue, Idee für die Energiewende: Wissenschaftler der City University Hongkong entwickelten einen...
Foto: Pressenza (CC BY 4.0)
Die Organisationen IALANA, IPPNW und ICAN weisen anlässlich des Tages der Menschenrechte auf den...

Foto: ZDF / Martin Kaeswurm
Der amerikanische Finanzinvestor Blackrock verwaltet im Auftrag seiner Kunden über sechs Billionen...

Screenshot: gunther-moll.de
Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...