Monsanto gefährdet Vorzeigeprojekt in Africa“

Baumwolle kurz vor der Ernte Foto: Wikimedia CC/D. Nance/USDA

Angst um Nahrung und Biodiversität in Malawi: Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt bezieht eindeutig Stellung gegen den US-Agrochemiekonzern Monsanto. Es „befürchtet negative Auswirkungen für die Ernährungssicherheit und biologische Vielfalt des Landes“, wenn – wie von der Regierung Malawis geplant – im Land Gentech-Baumwolle angebaut werden darf. Gemeinsam mit inländischen Organisationen des Kontinents sieht Brot für die Welt „auch die von der deutschen Bundesregierung unterstützte Initiative Cotton made in Africa gefährdet“.

Verschiedene Kirchen in Malawi laufen Sturm gegen die gentechnisch veränderte Baumwolle auf Malawis Feldern. Die soll nach dem Streben des US-Konzerns schon bald auf den Feldern blühen. Sie fürchten zudem, „die Zulassung von gentechnisch veränderter Baumwolle in Malawi würde deren weiterer Ausbreitung in Afrika Tür und Tor öffnen“.

Deshalb schlossen sie ein Bündnis gegen die Gentechnik-Bauern.

 

Gen-Baumwolle gefährdet auch deutsches Entwicklungs-Projekt

 

„Der Bundesregierung kann nicht daran gelegen sein, der von ihr geförderten Initiative Cotton made in Africa zu schaden“, sagt Stig Tanzmann. Der Landwirtschaftsexperte von Brot für die Welt betont, dass der Anbau der gentechnisch veränderten Monsanto-Sorte die Kooperation der deutschen Regierung mit Partnern aus der Wirtschaft torpdediere. Diese propagiere und fördere Gentechnikfreiheit und werbe mit geringen Pestizidrückständen in den Textilien.

Deutschland wolle eines der ersten Grünen Innovationszentren des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Malawi aufbauen, sagen die kirchlichen Entwicklungsdienstler. Daher habe die Stimme Deutschlands durchaus Einfluss auf die Regierung im afrikanischen Staat. „Die Bundesregierung sollte die berechtigten Sorgen der malawischen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aufnehmen und sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Afrika einsetzen“, sagt Tanzmann in einer Pressemeldung seiner Organisation.


red

 

 

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