Trinkwasser mit Bioabfall von Gift befreien

Screenshot: ENN

Einfach, nachhaltig, günstig und gesund: Wassermelonen als Arsenfilter. Wissenschaftler der University of Agriculture Faisalabad (UAF) in Pakistan reinigen vergiftetes Grundwasser mit den Schalen der Kürbisgewächse. Damit wollen sie Tausende Leben retten.

Das Verfahren entwicklete Nabeel Khan Niazi . Von seiner Forschung dazu berichtet er jetzt im Fachorgan Science of the Total Environment.

 

Melonenschalen machen günstig Trink- aus giftigem Grundwasser

 

Mit Arsen verschmutztes Wasser trinken nach Angaben der Weltgesundheitsorganisaton (WHO) etwa 140 Millionen Menschen in gut 50 Ländern der Erde jedes Jahr. Die Mediziner schätzen, dass mindestens 43.000 jedes Jahr daran sterben - vorwiegend in Bangladesh, Indien, Nepal und Pakistan, aber auch in Osteuropa, China und Amerika, berichtet SciDEvNet.

 

 

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Niazis Melonenfilter ist günstig. Das war dem Assistenzprofessor an der Landwirtschaftshochschule wichtig, weil die meisten Betroffenen in Regionen ohne Strom und meist auch ohne viel Geld leben. "Deshalb nutzen wir Bioabfall, der überall ohnehin anfällt", sagt er über seine Forschung: "Der Grundstoff für den Filter kostet nichts".

Die Melonenschalen behandelt Nabeel Khan Niazi mit Xanthatsalzen. Diese reagieren mit dem Arsen im Wasser und binden so bis zu 95 Prozent des Gifts.

Niazis Prototyp im Labor filtert pro Tag bis zu 20 Liter Trinkwasser und hält bis zu 8 Monate. DAbei kostet er gerade einmal 32 US-Dollar (28 €). Herkömmliche Filter kosten etwa 200 Dollar (175 €).


pit

 

 

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