Umweltschonende Elektrogeräte kaufen und nutzen

Foto: Elektroschrott belastet zunehmend die Umwelt Foto: © istock.com/seraficus

Elektrogeräte wie eine Wasch- oder Spülmaschine sind aus den deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Früher waren diese Geräte echte Energiefresser und damit sehr umweltbelastend. Heutzutage überzeugen die Modelle allerdings mit energie- und wassersparenden Eigenschaften, die eine nachhaltige Nutzung ermöglichen.

Nachhaltigkeit in puncto Elektrogeräte spiegelt sich im Energieverbrauch sowie in einer umweltbewussten Produktion wider. Auf diese Dinge sollten Sie beim Kauf also achten.

 

Tipps für den Kauf von umweltfreundlichen Geräten

 

Wer auf ein umweltschonendes Elektrogerät Wert legt, sollte sich vor dem Kauf genau über die Produkteigenschaften informieren. Es gibt dabei mehrere Bezeichnungen, die Aufschluss darüber geben, wie viel Energie das Gerät verbraucht, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde und über die Verarbeitung, die ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Lebensdauer ist.

 

Energieeffizienzklassen

 

Eine Einstufung in die Energieeffizienzklassen von A+++ bis D ist für alle energieverbrauchenden Großgeräte verbindlich vorgeschrieben. A+++ steht dabei für einen besonders niedrigen und D für einen sehr hohen Energieverbrauch. So können die Kunden verschiedene Produkte hinsichtlich des Energieverbrauches direkt miteinander vergleichen. Im Online-Shop von Neckermann beispielsweise kann man mithilfe des Filters direkt sehen, welche Geschirrspüler die höchste Energieeffizienz aufweisen.

 

Labels und Zertifikate

 

Im Elektrobereich gibt es bislang kein einheitliches Label, das für alle Geräte verwendet wird. Es gibt allerdings einige Elektrogeräte, die zum Beispiel mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind. Das Label ist das älteste Umweltschutzzeichen und steht schon seit mehr als 30 Jahren für einwandfreie Produkte, die nach strengen Kriterien bewertet werden.

Das TCO Label stammt aus Schweden und ist auf vielen Elektrogeräten zu finden. Auch dieses Zeichen bekommen nur Produkte, die nachhaltig produziert wurden und eine positive Umweltbilanz vorweisen können. Darüber hinaus bewertet das Label ergonomische Designs und die generelle Qualität der elektrischen Geräte.

Energieeffizienzklassen bewerten Geräte anhand des Energieverbrauchs Foto: © istock.com/alexsl

Daneben gibt es noch einige spezielle Kennzeichnungen wie das amerikanische EPEAT-Label, das vorwiegend auf Computern, Bildschirmen und Laptops zu finden ist. Einige Zertifikate wie der Energy Star genießen in der Branche einen nicht ganz so guten Ruf, da die Anforderungen im Vergleich zu den anderen Labels eher gering sind. Genauso vorsichtig sollte man bei herstellereigenen Auszeichnungen sein, da diese in der Regel subjektiv vergeben werden und keine unabhängige Begutachtung stattfindet.

 

Lebensdauer und Reparaturfreundlichkeit

 

Wer auf einen nachhaltigen Umgang mit den Geräten Wert legt, sollte auf jeden Fall auf die geschätzte Lebensdauer der Produkte achten. Hierbei spielt die Reparaturfreundlichkeit eine wichtige Rolle. Geräte, die zu großen Teilen verklebt sind, damit auf Schrauben verzichtet werden kann, sind in der Regel nur sehr schwer zu reparieren. Das heißt, wenn auch nur das geringste Teil kaputt geht, muss das komplette Gerät entsorgt werden. Besser ist es, wenn es Ersatzteile gibt, die bei Bedarf einfach und schnell ausgetauscht werden können. So erhäht sich die Lebensdauer der Geräte und man vermeidet umweltbelastenden Elektroschrott.

 

Maike Blume

 

 

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