Pünktlich zum Tag der Umwelt am 5. Juni fordert Greenpeace: Fleisch im Kühlregal muss teurer werden! „Herkömmliche Fleischerzeugnisse sind kein Grundnahrungsmittel, sondern ein umweltschädliches Produkt“, heißt es in einer Stellungnahme der Umweltschützer zur von ihnen in Auftrag gegebenen Studie des Forums Ökologische und Soziale Marktwirtschaft (FÖS).
Darin untersuchten die Wissenschaftler die Möglichkeiten und Grenzen, den Fleischkonsum in Deutschland effizient zu senken. Ihr Ergebnis: Am wirksamsten sind eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf „Normalniveau“, also 19 Prozent, sowie die Erhebung des „Gülleeuros.“

Denn Gülle auf den Feldern der Landwirte sorgt in Form von Nährstoffübersättigung der Böden und „Umkippen“ von Gewässern für nicht unerhebliche Umweltschäden. Müssten die Bauern und letztlich der Verbraucher für diese Schäden bezahlen, würde das für Anreize sorgen, weniger Stickstoff auf die Felder auszubringen und damit die Umwelt zu schonen. Der bundesdeutsche Verbrauch von Rind- bzw. Schweinefleisch könnte so nach Ansicht der Forscher um dreieinhalb bzw. zwei Prozent sinken. Positiver Nebeneffekt: Da Öko-Landwirtschaft mit weniger Stickstoff auskommt, wäre die Verteuerung von Biofleisch gegenüber den konventionellen Produkten fast unerheblich.
Weniger ist mehr
Noch effektiver wäre nach FÖS-Berechnungen jedoch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von sieben auf 19 Prozent: Das Ergebnis wäre ein Rückgang des Rind- bzw. Schweinefleischkonsums um ganze sechs bzw. neun Prozent. Überzeugt werden müsste davon „nur“ die Bevölkerung, so die FÖS-Studie. Ganz nebenbei würden die Maßnahmen noch ein paar Milliarden Euro in die Staatskassen spülen.
Bevor es jedoch zu solch drastischen Maßnahmen kommt, unser global°-Tipp: Einfach mal auf Gemüse setzen und den Fleischverbrauch von Haus aus reduzieren! Hat übrigens noch viel mehr Vorteile als „nur“ Umweltschutz. Und laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist deutlich weniger Fleisch ohnehin mehr, sprich gesundheitsförderlicher. Anbei zwei leckere Rezepte für eine Gemüselasagne und köstliches Chili sin carne- nur, um Sie auf den Geschmack zu bringen:
Chili sin Carne
2 große Dosen passierte Tomaten (alternativ 5-6 mittelgroße Tomaten)
1 große Zwiebel
1 Dose Chilibohnen
1 Dose Mais
Je ½ Paprika (rot und grün)
etwas Öl
Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano und Chilipulver
Zwiebel schälen, würfeln und im Topf mit Öl anbraten.
Mais abtropfen lassen, Mais und Chilibohnen hinzugeben und mitdünsten (geht auch mit Kidneybohnen, vorher abtropfen lassen). Paprika in Würfel schneiden und ebenfalls hinzugeben. Passierte Tomaten dazugeben und aufkochen lassen. Mit Gewürzen je nach Bedarf abschmecken. global° wünscht guten Appetit! NISO
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