Washington könnte im Schlick versinken

FRacking in den USA Foto: Wikimedia Commons 3.0/Joshua Doubek

Neue Zahlen zum Gas- und Öl-Fracking: Eine Studie der US-Umweltinitiative Environment America zeichnet ein Bild der Verwüstung. Auf der Basis von Zahlen aus der US-Ölindustrie und von staatlich Behörden der USA errechneten die Aktivisten, dass die Bohrungen seit 2005 einen Schmutzwassersee erzeugten, in dem die gesamte Hauptstadt Washington fast sieben Meter tief (22 Fuß) versinken würde.

Über 1.000.000.000.000 Liter mit Chemikalien, Öl und Sand verschmutztes Wasser floss demnach allein im Jahr 2012 durch die rund 82.000 Bohrungen in die Tiefe – und angereichert mit Schlick wieder zurück an die Erdoberfläche. In insgesamt 17 US-Bundesstaaten buddeln Öl- und Gassucher mit diesen Löchern nach neuen Energievorräten. Sie sprengen mit den Wasserdruck das Gestein im Boden und setzen dabei eingeschlossene Reserven frei. Die werden mitsamt dem Wasser ans Tageslicht gespült.

 

Neuer Fracking-Report: Vorsicht strahlende Abfälle

 

Bilanziert hat die Methiode bislang noch kaum jemand. Der britische Guardian berichtet jetzt über die Berechnungen von Environment america. Deren Report „Fracking by the Numbers“ kalkuliert die Umweltzerstörung durch den anhaltenden Energiehunger der Industrie: „Das Abwasser aus den Bohrlöchern“, schreibt Environment America zusammenfassend, „enthält oft krebsauslösende und radioaktives Material.“ Das belaste das Trinkwasser, die Atemluft und die öffentliche Sicherheit.

Bis zu 35 Millionen Liter Wasser pumpen die Ölsucher in ein einziges Bohrloch. Die Folge: 7,5 Milliarden Liter Chemikalien, 450.000 Tonnen verschmutzte Luft, 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente Treibhausgase, knapp 1.500 Quadratkilometer Land verwüstet: So sieht die Bilanz für den neuen Öl- und Gasrausch aus.

Nach einer Studie der Duke University fanden sich im Abraum aus den Bohrlöchern der Josephine Brine Treatment Facility zudem .PIT

 

 

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