
Nachhaltigkeit in der Wirtschaft setzt ein verantwortungsvolles Handeln voraus, das beim Streben nach dem unternehmerischen Erfolg soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt.
Genau genommen handelt es sich hier hauptsächlich um die Belange des Umweltschutzes sowie die Wahrung der Rechte von Verbrauchern und Mitarbeitern. In diesem Zusammenhang erhält die Bestandssicherung des betrieblichen Know-hows eine besondere Bedeutung. Dies kann durch ein effizientes Wissensmanagement gewährleistet werden, indem die implizit oder explizit erworbenen Mitarbeiterkompetenzen effizient verteilt und für alle zugänglich gemacht werden.
Was wird unter Wissensmanagement verstanden?
Wissen setzt sich aus den Informationen sowie den Erfahrungen, den Fähigkeiten und der Einstellung der betreffenden Person zusammen. Jede einzelne Info wird analysiert und bewertet, wodurch ein persönliches bzw. implizites Wissen entsteht.
Klassischerweise geben erfahrene Leute ihre Fachkenntnisse an jüngere Kolleginnen oder Kollegen weiter, die ihrerseits dieses explizite Wissen über die verschiedensten Kanäle verbreiten. Effizient ist dies nie gewesen, da keine zentrale Wissensbasis existierte und jedes Mal eine leicht veränderte Version ("Stille Post") entstand.
Das Ziel des Wissensmanagements liegt darin, ein effektives Umfeld für die Anhäufung des Wissens an einem zentralen Punkt zu schaffen. Im Wesentlichen geht es um diese Schritte:
- Transfer des impliziten Wissens aller Mitarbeiter zum für alle zugänglichen expliziten Wissen
- Vermengung der vorhandenen expliziten Wissenskapazitäten mit neuen Erkenntnissen
- Zentrale Ablage des gesamten unternehmerischen Wissens, damit alle Personen im Unternehmen gleichermaßen darauf zugreifen können
Warum ist ein Wissensmanagement so wichtig?
Im Internetzeitalter stehen den Menschen enorme Datenmengen zur Verfügung, die häufig zu Überforderungen führen. Solange jeder Einzelne selbst die richtigen Fakten heraussuchen muss, gehen wichtige Ressourcen verloren. Diese Zeit hat niemand mehr. Die Zyklen werden immer kürzer. Das Leben eines Produktes und die Zeitspanne für Innovationen sind deutlich geringer geworden. Dazu kommt die durch die Globalisierung immer größer werdende Konkurrenz. Die Anforderungen an das Unternehmen und damit der Zeit- und Arbeitsdruck für die Mitarbeiter steigen stetig. Ein kreativer Ansatz wie ein modernes Wissensmanagement bewirkt eine deutliche Verbesserung und führt zu flexiblen, kontinuierlichen und zeitnahen Reaktionen seitens des Unternehmens.
Wissensmanagement: Säule nachhaltiger Unternehmensphilosophie

Die richtige Verwertung des Mitarbeiterwissens ist aus mehreren Gründen ein zentraler Punkt im Nachhaltigkeitsmanagement.
- Wissen ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Das Unternehmen, welches seine Kompetenzressourcen am effektivsten nutzt, hat einen Wettbewerbsvorteil. Mit dem richtigen Wissensmanagement können u. a. diese nachhaltigen Punkte bestmöglich umgesetzt werden:
- Wissen ist eine Voraussetzung, um aus Fehlern lernen zu können.
- Wissen ermöglicht die Kompetenz, richtig zu handeln.
- Wissen über die Bedürfnisse der Kunden, Mitarbeiter und etwaiger staatlicher Stellen
Diese und viele andere Punkte erfahren durch eine zentrale Aufarbeitung des expliziten Wissens entscheidende Impulse. Das wiederum hat unweigerlich positive Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit.
Konzeptionelle Ansätze und Werkzeuge zur optimalen Verteilung des Unternehmenswissens
Ein Unternehmen kann sich an mehreren wissenschaftlichen Methoden für die Umsetzung des Wissensmanagements orientieren. Darunter fallen u. a. das japanische SECI-Modell, die Bausteinmethode nach Romhardt, Probst und Rauch sowie Lesson-Learnd-Workshops und Wissenslandkarten. Für die Umsetzung in der Praxis stehen leistungsfähige Software-Lösungen zur Verfügung.
Stephanie Gloeckner
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