12.04.2019

Die Arktis und die Antarktis sind Regionen, mit viel Eis, die als Klimaanlagen für das Erdsystem dienen. In diesem Jahr erreichte das antarktische Meereis ein Rekordmaximum, während die Arktis ein Minimum in den Top 10 der niedrigsten Werte seit Beginn der Satellitendatensätze erreichte. Ein Grund für die Unterschiede zwischen der Arktis und der Antarktis, ist die unterschiedliche Geografie. Die Arktis ist ein Ozean, der von einer dünnen Schicht aus mehrjährigem Meereis bedeckt und von Land umgeben ist. Er ist sehr tief und eng mit den Klimasystemen um ihn herum verbunden, wodurch er empfindlicher auf Klimaänderungen reagiert. Die Antarktis dagegen ist ein Kontinent, der von einer sehr dicken Eiskappe bedeckt ist und von einem Rand aus Meereis und dem Südlichen Ozean umgeben ist. Was die Ursache für den Meeresspiegel in der Antarktis anbelangt, untersuchen Wissenschaftler auch die Temperaturen des Ozeans, mögliche Änderungen der Windrichtung und wie die Region insgesamt auf Klimaveränderungen reagiert.

Die Polarregionen sind für die Regulierung der globalen Temperatur sehr wichtig. Da Meereis eine helle Oberfläche hat, werden 50 bis 70 Prozent der einfallenden Energie in den Weltraum reflektiert. Wenn das Eis im Sommer schmilzt, legt es die dunkle Meeresoberfläche frei. Dann werden 90 Prozent des Sonnenlichts absorbiert. Mit der Erwärmung des Ozeans steigen die globalen Temperaturen weiter an.
Veränderungen der Polarregionen beeinflussen die globalen Temperaturen und können sogar die Zirkulation des Ozeans verändern. Das Meereis der Erde ist sehr gut aufeinander abgestimmt und reagiert selbst auf kleine Änderungen der globalen Oberflächen- und Ozeantemperaturen.
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red
© NASA's Goddard Space Flight Center
Transcript zum Video:
Die Arktis und die Antarktis spielen die Rolle einer Klimaanlage für das Erdsystem. Sie sind kalt, haben viel Eis und reflektieren viel von der Sonnenenergie, bleiben also kälter als sonst.
Sie sind empfindlicher für den Klimawandel und daher sind es die Regionen, in denen wir die größten Auswirkungen des Klimawandels bisher gesehen haben und die größten Auswirkungen der Erwärmung. Sie sind eine Art Kanarienvogel in einer Kohlengrube der globalen Erwärmung.
Das diesjährige arktische Meereis-Minimum liegt in den Top 10 der niedrigsten, die wir in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten gesehen haben.
Mit dem Anstieg der globalen Temperatur sind die Temperaturen in der Arktis vor allem im letzten Jahrzehnt um das zwei- bis dreifache des globalen Durchschnitts gestiegen. Wenn also die Temperaturen steigen, schmilzt Eis.
Dieses Jahr haben wir in der Antarktis ein ziemlich spektakuläres Maximum gesehen. Das antarktische Meereis hat sich über das bisher Gesehene hinaus erweitert und einen neuen Rekord aufgestellt.
Die Zunahme, die wir in der Antarktis beobachten, ist ein bisschen ein Rätsel. Die Temperaturen steigen auf der ganzen Welt an. Man würde also Eisverlust erwarten.
Einige Leute haben sich den zunehmenden Trend der Antarktis angesehen und haben darauf hingewiesen, dass keine globale Erwärmung stattfindet oder dass der Anstieg in der Antarktis den Rückgang in der Arktis kompensiert, aber das stimmt nicht. Betrachtet man die Größenordnung der Veränderungen, die wir im Winter beobachten, so nimmt die Arktis etwa doppelt so schnell ab wie die Antarktis.
Es ist wichtig, die Beziehung zwischen der Arktis und der Antarktis zu betrachten, denn das Studium dieser Faktoren gibt uns einen Hinweis darauf, welche Veränderungen wir in Zukunft im Rest der Welt erleben werden.

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