
Immer weniger Vielfalt an Nahrungsmitteln und der dadurch entstehende „Einheitsbrei“ schadet dem Menschen und der globalen Ernährungssicherheit. Das ist das Ergebnis einer von der UN beauftragten Studie der weltweiten Ernährungsgewohnheiten der Jahre von 1961 bis 2009, die jetzt in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences in den USA veröffentlicht wurde. Die Menschen nehmen immer mehr Kalorien, Proteine und Fett zu sich und geben sich mit immer weniger Grundnahrungsmitteln zufrieden. Nur noch 94 Pflanzenarten sorgen für 90 Prozent der Kalorien.
Die Folgen dieser Verwestlichung sind nach Auffassung der Wissenschaftler vor allem in Ländern wie China, den südostasiatischen Staaten und im südlichen Afrika immer stärker bemerkbar. Sie sind vor allem für die Gesundheit gravierend: Fettsucht verbunden mit Diabetes, Herzkreislaufleiden und die Zunahme bestimmter Krebsarten, insbesondere Darmkrebs.
Die Wissenschaftler sprechen bereits von einer Art Weltstandardnahrung. Während Weizen, Reis und Sojabohnen immer mehr zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln werden, verschwinden zunehmend regionale Feldfrüchte wie Hirse, Roggen, Maniok oder Süßkartoffeln. Die steigende Uniformität der Kulturen macht die Landwirtschaft anfälliger, auch für den Klimawandel.

Das fürchtet auch der Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt “Global Crop Diversit Trust“: “Die Homogenität im globalen Nahrungsmittelkorb verbunden mit dem Klimawandel in vielen Teilen der Welt setzt sie Gefahren wie Dürren, Krankheiten und Insektenschädlingen immer stärker aus“, zitiert die FAZ Luigi Guarino vom Global Trust .
Der Direktor der CIAT, dem Centro Internacional de Agricultura Tropical, Andy Jarvis fordert deshalb, nicht nur mehr Nahrungsmittel für die wachsende Weltbevölkerung zu produzieren, sondern wieder eine größere Vielfalt an der Nahrungsmittelbasis zu erreichen. Doch leider wird das gerade durch Subventionen für bestimmte Feldfrüchte verhindert. Der fortschreitende Landraub und die Globalisierung verbreiten die westliche Ernährungsweise zunehmend in alle Teile der Welt.
Hier die Studie zum nachlesen.....
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