
Erdbeben enträtselt. 38 Forscher um den Züricher ETH-Geologen Michael Strasser lösten das Rätsel des japanischen Tohoku-Erdbebens. Es hatte am 11. März 2011 nach Erdstößen der Stärke 9 mit bis zu 40 Meter hohen Wellen gegen die Küste gedrückt und das AKW von Fukushima zerstört.
Warum die Erde so heftig wackeln konnte, war Geologen bis jetzt unklar. Auf Forschungsreisen ins Beben-Gebiet, fanden die Wissenschaftler nun jedoch Hinweise auf die Ursache der mächtigen Erderschütterung. Damals hatte sich vor der japanischen Inselgruppe die pazifische Erdplatte unter jene des japanischen Inselbogens geschoben. 50 Kilometer unter dem Meeresboden im Pazifik setzte das gewaltige Spannung frei.
Lehmschicht zwischen Erdplatten als Gleitmittel löste Tsunami aus
Die Wissenschaftler entdeckten laut einem Bericht in der Zeit bei Tiefenbohrungen bis über 7.000 Meter in die Erdkruste, dass offenbar eine relativ dünne Lehmschicht zwischen den beiden tektonischen Platten, die heftigen Folgen des Naturereignisses begünstigte.
Auf der schmierigen Gleitschicht konnte die obere der beiden Platten bis zu 50 Meter nach oben schnellen. Das wühlte den Pazifik derart mächtig auf, dass das Meer mit nie gekannten Wellen gegen die Küste und das Land drückte und weite teile von Nippons Ostküste überspülte. Der Tsunamie zerstörte das AKW von Fukushima, dessen Reaktorblock radioaktive Strahlung frei setzte.
red
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