
Nur fünf Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima: Fische wieder genießbar. Das meldet die Tageszeitung Die Welt aufgrund eines Textes der Deutschen Nachrichten Agentur (dpa) jetzt: „Die jüngsten Messungen zeigen nun: Salz- und Süßwasserfische sind kaum noch kontaminiert.“
Entwarnung in der ostjapanischen Region um den im März 2011 havarierten Atommeiler von Fukushimna? Die jedenfalls vermeldet jüngst ein Team um Hiroshi Okamura vom Nationalen Forschungsinstitut für Fischereiwissenschaft in der Stadt Kanagawa. Die Wissenschaftler publizierten ihre Untersuchungsergebnisse in den Proceedings der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Fische aus Fukushima kaum noch mit strahlung belastet
Die Resultate überraschen. „Nach dem Atomunfall von Fukushima sind die Meeresfische in der Region kaum noch radioaktiv belastet“, zitiert die Zeitung aus der Arbeit der japanischen Forscher. Selbst Fische, die am Meeresgrund leben und daher als besonders gefährdet galten, seien kaum noch kontaminiert. Bei Süßwasserfischen war die Belastung dagegen etwas höher.
Nachdem ein Erdbeben im März 2011 zunächst eine gigantische Flutwelle aus dem Pazifik über die Küste Nippons geschickt hatte, war dabei auch das am Strand gelegene AKW geborsten. Im Reaktorkern ereignete sich eine Kernschmelze, nach der auch <linkl http://globalmagazin.com/themen/klima/atomstrahlung-aus-fukushima-vor-kalifornien/> große Mengen radioaktiver Stoffe in den Pazifik flossen.
Okamura und sein team analysierten die Daten zwischen April 2011 und Ende März 2015. Sie vergleichen ihre Werte mit Rückstands-Messungen in Fischen aus anderen Regionen. Die Welt zitiert aus den Ergebnissen: „Resultat: Seit April 2011 nahm die Belastung der Meeresfische stetig ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kontamination mit beiden Isotopen den Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilo (Bq/kg) übersteige, sei in Fukushima für Salzwasser- und Süßwasserfische sehr gering. Allerdings könne die Kontamination von Süßwasserfischen der Präfektur über 20 Bq/kg liegen, was für Meeresfische ebenfalls äußerst unwahrscheinlich sei.“
red
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