
Es gibt also doch auch noch einen zweiten „(kleinen) Unterschied“: Neurowissenschaftler der Northwestern University in Chicago belegen jetzt, wie unterschiedlich die Gehirne von Männern und Frauen auf der molekularen Ebene etwa auf Medikamente reagieren. Sie leiten Informationen unterschiedlich weiter.
Studienleiterin Catherine Woolley will mit ihren Forschungen nicht beweisen, „warum Männer oder Frauen angeblich unterschiedlich begabt im Kartenlesen oder beim Einparken ihrer Autos sind“. Sie will die unterschiedliche Wirkung von Medizin auf die Geschlechter herausfinden, um durch gezieltere Gabe von Medikamenten deren Heilwirkung zu optimieren.
Frauen reagieren anders auf Drogen als Männer
Die Studie untersuchte die Gabe von URB-597. Auf das Neurotransmitter-Medikament reagierten weibliche, nicht aber männliche Ratten. Die US Neuro-Medizinerin wollte dem Phänomen auf den Grund gehen. Daher untersuchte sie die Gehirne auf molekulare Unterschiede beider Geschlechtern der Tiere.
URB-597 steigerte in Gehirnen weiblicher Tiere die hemmende Wirkung körpereigener Cannabinoide (Rauschmittel). Bei männlichen Ratten war diese Wirkung nicht oder nur schwächer zu beobachten.
Ihre Tests machen Woolley und ihr Team inzwischen auch mit menschlichen Probanden. „Wir können bis heute nicht sagen, ob der Effekt aus dem Rattenversuch tatsächlich auch auf Menschen übertragbar sein wird“, sagt Woolley.
red
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