
Kompostierbare Batterie: Forscher der Binghamton University entwickelten eine Batterie auf der Basis von Papier. Die können sie nach Gebrauch kompostieren und so die Elektroschrottberge möglichweise deutlich reduzieren.
"Außerdem soll die Entwicklung weitaus leistungsfähiger sein als bisher getestete Stromspeicher dieser Art", meldet jetzt die Agentur Pressetext.
Kompost statt Elektroschrott
"Die Mengen an elektronischem Abfall haben sich dramatisch vergrößert", zitiert die Agentur Elektrotechnik-Professor Seokheun Choi, , der die Papierbatterie gemeinsam mit Chemieprofessor Omowunmi Sadik entwickelte. "Unsere Batterie kann dazu beitragen, die Abfallmengen zu reduzieren." Denn die Neuentwicklung löst dem Team zufolge die Probleme bisheriger Ansätze für papierbasierte Batterien. Diese hatten eine geringe Speicherkapazität, waren schwer herzustellen und es schien fraglich, ob sie wirklich biologisch abbaubar wären, schreibt Pressetext.
Choi und Sadik seien jedoch sicher, all das im Griff zu haben.
Ihre Biobatterie ist ein Hybrid aus einer Art Filterpapier und einem Kunststoffverbund, der Strom leitet. Dieser besteht aus Polyamidsäure und einem weiteren Polymer. Er bilde, so die Agentur, gleichzeitig eine der beiden Elektroden der Batterie: "Das Papier ist auf der einen Seite mit einem Elektrolyten beschichtet. und auf der anderen Seite mit leitfähigem Material", schreibt die Agentur das Wirkprinzip der Papierbatterie. Diese Kombination sei der Schlüssel für die biologische Abbaubarkeit, zitiert sie die Forscher.
Papierbatterie: Billig und komplett in Wasser aufbaubar
Die Wissenschaftler testeten auch die Abbaubarkeit ihres Produkts. Dazu legten sie die Batterie in Wasser. Spezielle Zusätze, etwa von Mikroorganismen, waren nicht nötig - die Batterien zerfielen in ihre ursprünglichen Moleküle. Die Forscher versichern, diese sollen keine negativen Einflüsse auf die Umwelt haben.
"Die Batterie aus Papier und Kunststoff ist leicht, billig und flexibel", schreibt Pressetext. Das sei ein weiterer Vorteil der Entwicklung, sagt Choi. Die Kapazität lasse sich steigern, indem mehrere Batterien übereinandergestapelt werden. Die Form lässt sich ändern, indem sie einfach zusammengefaltet wird. Die Herstellung ist laut den Forschern unproblematisch.
Wenngleich das Team eine sehr leistungsfähige Batterie für sich beansprucht, liefert diese jedoch im Vergleich mit üblichen Akkus sehr wenig Strom. Dieser könne aber ausreichen, um genügsame Verbraucher, wie etwa Biosensoren, zu versorgen.
Ob die neue Papierbatterie tatsächlich kommerzialisiert werde, sei allerdings noch offen.
red
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