„Meilenstein“ in der Kernfusions-Forschung

Foto: NIF

Bahnbrechende Nachrichten aus der Königsdisziplin der Physik: Erstmals gelang es Wissenschaftlern in den USA bei einer Kernfusion mehr Energie zu produzieren, als sie für die Fusion aufwenden mussten. Die BBC schreibt von einem „Meilenstein“ in der Kernfusions-Forschung.

 

Ende September im Lawrence Livermore National Labor in Kalifornien: 192 Laserstrahlen aus dem weltweit stärksten Laser sausen auf ein Wasserstoffkügelchen. Dabei werden die Wasserstoffatome des Kügelchens so sehr erhitzt, dass sie fusionieren und Energie freisetzen – erstmals mehr Energie, als für die Fusionierung aufgewendet werden musste.

 

Damit kommen die Wissenschaftler der Energie, wie sie die Sonne produziert, auch auf der Erde einen Schritt näher. Bei der Kernfusion werden im Gegensatz zur Kernspaltung keine radioaktiven Stoffe freigesetzt. Das heißt, Kernfusion wäre eine immerwährende, grüne und billige Energiequelle. Bislang rechnete sich der Energieaufwand nicht. Hier schafften nun Laser- und Fusions-Experte Edward Moses und sein Team von der National Ignition Facility (NIF) den Durchbruch.

 

 

Das Wasserstoffkügelchen Foto: NIF

Seit über 50 Jahren versuchen sich Physiker an der Kernfusion. Dem Ziel einen großen Schritt näher gekommen, hoffen die Wissenschaftler nun auf schnelle Erfolge. So sagt Moses: „Wir haben die Selbsterhitzung an einem entzündetem Ziel demonstriert. Ich möchte nun in Zusammenarbeit mit Kollegen das große Ziel der Kernfusion verwirklichen.“ Labordirektor Parney Albright meint ebenfalls zuversichtlich: “Wir sind auf einem guten Weg in naher Zukunft weitere Erfolge zu erzielen.“

 

Der Super-Laser ist eine erstaunlich günstige Variante: Es bedarf nur einer sehr geringen Menge Energie (ein Milliardstel Joule), um die Laser-Strahlen zu versenden. Innerhalb einer Millionstel Sekunde wird die Strahlen-Energie über Verstärker auf ein Milliarden-Faches erhöht. So muss der Laser nur für einen minimalen Zeitraum „eingeschaltet“ werden. Einziger Haken: Um so ein „Laser-Kraftwerk“ zu bauen, braucht es das nötige Kleingeld – 3,5 Milliarden Dollar.

 

CFE

 

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