
Klima erhitzt – Grundwasser leergepumpt: Die Menschen überziehen ihr Konto weiter!Neue Forschungsdaten von US-Wissenschaftlern und Satellitenaufnahmen der Erde belegen den Raubbau am Planeten und dokumentieren die frevelhafte Gier, die keine Rücksicht nimmt auf die Lebensgrundlage zukünftig auf dem Globus lebender Organismen.
Die jetzt in der Washington Post zitierte Studie belegt: Die Wasservorräte auf der Erde sinken immer weiter. In einem Bericht zitiert die Wochenzeitung Zeitaus dem US-Blatt und zeigt eine Karte der aktuellen Situation. Sie gibt die drastischen Worte der Wissenschaftler wieder: „21 der 37 größten Grundwasservorkommen werden schneller geleert, als Regen oder Schneeschmelze sie wieder auffüllen können.“
NASA-Satellit erspäht Grundwasserverlust aus dem Weltall>
Betroffen ist laut dem Bericht vor allem der Speicher unter der arabischen Halbinsel. Das reservoir versorgt 60 Millionen Menschen mit Wasser. „Doch auch in dicht besiedelten und armen Regionen wie im Nordwesten Indiens, in Pakistan und Nordafrika sinkt der Wasserstand in den Reservoirs“, schreibt die Zeit.
Die Forscher berechneten die Grundwasservorkommen der Erde über Daten des NASA-Satelliten Grace. Der registriert kleinste Veränderungen der Erdanziehungskraft aus dem All: „Da die Erde eher einer verbeulten Kartoffel als einer exakten Kugel gleicht, ist die Schwerkraft um sie herum stets etwas unterschiedlich. Selbst kleine Änderungen ihrer Gestalt sorgen dafür, dass die Erdanziehung sich minimal ändert. Auch ein entleerter Grundwasserspeicher lässt die Schwerkraft etwas variieren – und genau diese Veränderungen hat Grace von 2003 bis 2013 gemessen“, beschreibt die Zeitung die Arbeit der Wissenschaftler.
Allerdings weiß bis dato niemand, wie viel Wasser genau in der Erde gespeichert ist. „Die Forscher konnten so zwar die Veränderungen beobachten, sie konnten aber nicht bestimmen, wie viel Wasser in den Speichern insgesamt noch vorhanden ist“, beschreibt die Zeitung das Problem Wie lange das Wasser noch reiche, könne niemand vorhersagen. Schätzungen helfen kaum weiter: Sie liegen zwischen „einigen Dekaden bis hin zu mehr als 10.000 Jahren“. Deshalb fordern die Wissenschaftler, dies endlich genauer zu erforschen. Es sei unbedingt nötig, die genaue Größe und Tiefe der Reservoirs zu kennen.
pit
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