
Sinneswandel: Das US-amerikanische National Institutes of Health (NIH) will laut einem Bericht des Wissenschaftsmagazin Nature das Moratorium beenden, das Forschern in US-Laboren seit 2015 verbietet, menschliche Stammzellen in tierische Embryonen einzuschleusen und so Mischwesen zu erzeugen.
Die Wissenschaftler am NIH machen jetzt den Vorschlag – unter strengen ethischen Regeln – doch wieder medizinische Forschung mit dem Erbgut-Tausch zwischen Mensch und Tieren zu erlauben und fordern den Bann der Forschungs-Finazierung deshalb zu lockern.
Chimären als menschliche Ersatzteillager
Die Kritik der Wissenschaftler: Das im Herbst 2015 vereinbarte Moratorium beeinträchtige die Arbeit der Forscher zu sehr.
Die bei der Erbgut-Mixtur entstehenden Chimären nutzen Forscher heute schon um Tiermodelle für menschliche Krankheiten zu erhalten, um diese besser verstehen zu lernen und sie dann besser behandeln zu können. Künftig träumen die Wissenschaftler davon, in Tieren menschliche Organe wachsen zu lassen, die dann bei einer Verpflanzung in menschlichen Oerganismus dort weniger Abstoßungsreaktionen erzeugen sollen.
Die Reaktionen auf den NIH-Vorschlag unter Forschern ist zweigeteilt. Nicht alle stimmen einer Lockerung zu. 30 Tage lang soll der Vorschlag jetzt öffentlich debattiert werden, ehe er entschieden wird.
pit
Lesen Sie auch:
DNA-Festplatte: Speicher für die Ewigkeit

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC
Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pexels
Superbowl: In der Nacht des Football-Endspiels der besten Teams verzehren die Zuschauer – im...

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Arek Socha
Neue, Idee für die Energiewende: Wissenschaftler der City University Hongkong entwickelten einen...
Foto: Pressenza (CC BY 4.0)
Die Organisationen IALANA, IPPNW und ICAN weisen anlässlich des Tages der Menschenrechte auf den...

Foto: ZDF / Martin Kaeswurm
Der amerikanische Finanzinvestor Blackrock verwaltet im Auftrag seiner Kunden über sechs Billionen...

Screenshot: gunther-moll.de
Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...