Tweets und Posts für die Wissenschaft

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/skeeze

Mit Socialmedia-Nachrichten liefern Citizen Scientists wertvolle Informationen: Wissenschaftler der Griffith University im australischen Brisbane nutzen Kurznachrichten oder Fotos von Twitter oder Instagram jetzt als Basis für ihre Hypothesen oder Studien bei der Erforschung der Umweltbedingungen oder der Biodiversität in - manchmal auch - entlegenen Regionen.

Die Idee: Viele Touristen besuchen Orte und senden an Freunde und Verwandte mit ihren Urlaubsgrüßen kurze Informationen oder Fotos über von vielen Orten der Erde. Mit den richtigen Algorithmen lassen sich aus diesen gesammelten Millionen Mobilfunkdaten jene herausfiltern, die den Experten wertvolle Feldbeobachtungen ersetzen, die sie aufgrund der oft weit verstreuten Orte oder wegen fehlender Manpower und Finanzen so nicht selbst in ausreichender Masse und Güte sammeln können.

So mutieren Urlaubsgrüße zu einer wissenschaftlichen Datenbank.

 

Flickr, Instagam, Twitter, FB: Test am Great Barrier Reef zeigt Erfolgschancen

 

Dass die Methode funktioniert, zeigen die Wissenschaftler mit ersten Auswertungen von über 300.000 solcher Nachrichten, die Besucher entlang des 2.300 Kilometer langen größten Korallenriffs des Planeten vor der australischen Ostküste von Sommer 2016 bis Sommer 2017 über Facebook, Twitter, Instagram und Flickr versendeten.

Die Wissenschaftler filterten in den Kurznews nach Worten wie "Fisch", "Koralle", "Schildkröte" oder "Bleiche" aus dem Datenpool der Citizen Scientist. Das ergab 13.344 Datensätze, die für die wissenschaftliche Auswertung möglichweise wertvoll sein könnten. Da all diese Daten - da sie über das Smartphone versandt waren - zugleich auch mittels GPS den genauen Standort des Senders oder zusätzlich mit angehängten Aufnahmen einen exakt zuzordnenden Fotobeleg enthielten, können die Forscher sie nun gut zur Beurteilung von Umweltgüte oder -bedrohung verwenden. Die Fotos erlauben es den Wissenschaftlern zudem, die Echtheit der Aussagen in den Nachrichten zu verifizieren.

Bei einer Auswertung in zeitlichen Abfolgen ist esnach Auffassung der wissenschaftler sogar möglich, schleichende Veränderungen in den Gebieten zu wrkennen und zu verfolgen.


pit

 

 

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