
Mit Sonnenkraft bis ins ferne All: 375 Millionen Meilen (über 600 Millionen Kilometer) flog die ESA-Sonde „Rosetta“ seit ihrem Start vor rund zehn Jahren nun schon von der Erde weg. Inzwischen ist sie jenseits des Asteroidengürtels im Sonnensystem. Das Besondere: Sie fliegt nicht mit Nuklearantrieb. Sie schwebt allein mit Solar-Power durch den Weltraum.
Experten hatten die Ingenieure der europäischen Weltraumbehörde vor einem Jahrzehnt für verrückt erklärt. Solche Distanzen galten nur mit einem Atomantrieb als überwindbar. „Rosetta“ jedoch lehrt alle Skeptiker, dass die Kraft der Sonne ein Raumfahrzeug auch noch in den äußeren Sphären des planetaren Raums um unseren Zentralstern mit genug Energie versorgen kann.
Dort draußen trifft die Sonde jetzt auf einen rund vier Kilometer dicken Kometen. „Rostta“ wird in begleiten und fotografieren sowie ein Landefahrzeug auf ihm absetzen, um den Wissenschaftlern auf der Erde möglichst viele Daten über die Beschaffenheit des steinernen Himmelskörpers zu senden.
Raumfahrt ohne das Risiko einer Atom-Katastrophe
Möglich wurde der Einsatz durch eine neue Generation von Photovoltaik-Zellen. Sie nutzen auch das Sonnenlicht, das draußen im All nur noch 4 Prozent der Intensität besitzt wie jenes , das auf die Erde trifft.
Das reicht, um das Raumfahrzeug und dessen Analyse-Roboter oder die Bohrgeräte nach der Landung auf dem Kometen mit Strom zu versorgen. Für NASA-Experte Karl Grossman ist das endlich der Beweis, dass Raumfahrt auch ohne das dauernde Risiko eines Atomunfalls im All auskommt. Die Technologie nutzt auch die US-Weltraumbehörde bei einer unbemannten Mission zum Jupiter-Mond Juno. Die Sonde startete 2011.
pit
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