05.04.2019

Atom-Ruine nicht ans Netz!

Foto Peko / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Seit der Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011 soll im Juli wieder ein Atomkraftwerk (AKW) in Europa in Betrieb gehen. Das AKW im slowakischen Mochovce – nur 400 Kilometer von Deutschland entfernt – wurde in den 1970er Jahren geplant, Baubeginn war 1984, ist völlig veraltet und die Technik ist entsprechend mangelhaft. In den 1990ern wurde das Projekt wegen Geldmangel eingestellt – die Reaktorbaustelle wurde zur Atomruine. Erst 15 Jahre später wurde der Bau fortgesetzt, bei der Fertigstellung kam es zu zahlreichen Pannen.

 

Laut Umweltinstitut München weist ein interner Bericht des atomfreundlichen Betreiberverbandes WANO auf die ungenügende Sicherheitskultur auf der Baustelle hin. Und nun habe sich auch noch ein ehemaliger Arbeiter am AKW mit neuen beunruhigenden Informationen zu Wort gemeldet:

 

 

Regierungs gibt zu: AKW Cattenom unsicher

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Der Ingenieur berichtet von tausenden fahrlässigen Bohrungen an den hermetischen Kammern rund um den Reaktordruckbehälter. Bei einem schweren Unfall oder Erdbeben könnten die betroffenen Gebäudeteile zusammenbrechen und es käme zu einer massiven Freisetzung radioaktiver Stoffe. Die Menschen in der Slowakei und den umliegenden Ländern wie Österreich und Deutschland würden gefährdet.

 

Aus diesem Grund hat die österreichische Regierung bereits von der slowakischen Atomaufsicht gefordert, die Inbetriebnahme des Reaktors zu verweigern. Damit die Bundesregierung dem Beispiel Österreichs folgt und sich ebenfalls dafür einsetzt, die Wiederinbetriebnahme zu verhindern, hat das Umweltinstitut gemeinsam mit dem BUND Bayern folgenden Aufruf gestartet:

 

Machen Sie mit und unterschreiben Sie unseren Aufruf an Umweltministerin Schulze!

 

"ExpertInnen äußern massive Sicherheitsbedenken und selbst der weltweite Betreiberverband für Atomanlagen WANO stellt in einem internen Papier schwerwiegende Probleme am Bau fest.

 

Deshalb fordere ich, dass der Reaktor Mochovce 3 nicht in Betrieb gehen darf.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die slowakische Regierung dieses Risiko-AKW stoppt!"

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