
Am 18. Dezember 2000 rief die UNO den Internationalen Tag der Migranten aus. An diesem Tag dreht sich alles um den Schutz und Rechte von Migranten und deren Familienangehörigen.
Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen betont in seiner Rede anlässlich des Internationalen Tag der Migration : „In Zeiten von Finanzkrisen sehen wir Sparmaßnahmen, die ausländische Arbeiter diskriminieren, ausländerfeindliche Sprüche, die zu Gewalt gegen Migranten ermutigen und Einwanderungsgesetze, die es der Polizei erlauben, Ausländer in ein gewisses Profil zu stecken. Während Wirtschaftskrisen ist es wichtig daran zu erinnern, dass alle Wirtschaftssektoren von ausländischen Arbeitern und Arbeitgebern abhängig sind.“
Am 18. Dezember 1990 wurde die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen von der UN-Vollversammlung angenommen. Sie ist der primäre internationale Standard mit dem Regierungen ihre nationalen gesetzlichen Schutzmechanismen messen sollten. Die Konvention selbst ist jedoch noch nicht in Kraft getreten, da von den 20 nötigen Ratifizierungen bis jetzt nur 17 zustande gekommen sind.
Derzeit gibt es mehr als 214 Millionen Migranten weltweit. Schwierige Flüchtlingsbedingungen führen vielerorts zu größeren Problemen, wie Menschenrechtsverletzungen, Armut und Diskriminierung.
Noch immer zwei Drittel der Deutschen sehen Probleme durch Zuwanderer
Eine jüngste Studie der TNS Emnid Politik und Sozialforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass auch Deutsche immer noch eine widersprüchliche Haltung zur Zuwanderung haben.
Zwar halten sie Deutschland für eines der weltweit attraktivsten Einwanderungsländer, sie selbst allerdings stehen Zuwanderung kritisch gegenüber.
Knapp zwei Drittel der Bürger sind der Auffassung, Zuwanderung führe zu zusätzlichen Belastungen in den sozialen Sicherungssystemen, zu Konflikten mit Einheimischen und zu Problemen in den Schulen.
Ban Ki-moon appelliert an alle Staaten sich diesen Problemen anzunehmen. Sie sollen geeignete Gesetzte und Mittel erlassen, um Zuwanderer zu schützen. Und er ermutigt alle Bürger eine kreative Diskussion zu fördern, mit der die Rechte von Ausländern, egal woher sie kommen geschützt werden.
In Hannover werden auf dem alljährlichen „International Migrants Day“ Potenziale und Perspektiven der Migration diskutiert. Diesjährige Themen sind Gesundheit, schulische und berufliche Bildung sowie bürgerschaftliches Engagement von Migranten. Hierbei finden nationale Integrationspläne, Fragen des Diversity-Managements und Auswirkungen des demographischen Wandels Berücksichtigung.
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