
Wald gegen den (Klima-)Wandel: Würden statt Monokulturen artenreiche Wälder gepflanzt, könnte mehr Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufgenommen und effektiver gegen die Klimaerwärmung vorgegangen werden. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Zürich in ihrer aktuellen Studie.
Ihr Argument: "Bewaldete Ökosysteme seien elementar für das klimatische Gleichgewicht. Das hätten, zitiert die Agentur Pressetext aus der Arbeit der Forscher, "Länder wie China bereits erkannt".
Forscher sehen China als Vorreiter im Klimaschutz durch Ökowald
Die Experten, so schreibt die Agentur, hätten einen umfassenden Datensatz aus 27 Waldparzellen in der Provinz Zhejiang im subtropischen Südosten von China über sechs Jahre zusammengetragen. Den Wissenschaftlern zufolge nehmen dort Wälder als Teil des globalen Kohlenstoffkreislaufes etwa 45 Prozent des Kohlenstoffs aus der Umwelt auf und binden es über lange Zeit in Form von Biomasse und im Boden.
Gleichzeitig können Bäume auch kurzfristig Kohlenstoff aufnehmen oder freisetzen.
"Die Forscher haben die Menge des langfristig eingelagerten Kohlenstoffes (C-Stock) wie auch den kurzfristigen Kohlenstoffaustausch (C-Flux) analysiert", schreibt Pressetext. Die Waldparzellen unterschieden sich in der jeweiligen Anzahl von drei bis 20 Baumarten pro Parzelle sowie im Alter der Bäume (22 bis 116 Jahre).
Ergebnis der Untersuchung: Die bisherigen Aufforstungen in China haben bereits einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des Anstiegs von Kohlendioxid in der Atmosphäre geleistet.
"Allerdings hat sich China in seinem Programm auf Monokulturen beschränkt. Wir wollten untersuchen, ob verschiedene Baumarten mehr Kohlenstoff kompensieren als nur eine einzige Baumart", zitiert die Agentur den Forscher Bernhard Schmid. Bei zunehmender Artenvielfalt werde auch mehr Kohlenstoff ober- und unterirdisch in Stämmen, Wurzeln, Totholz, Moder und Boden gespeichert.
Hochrechnungen haben ergeben, dass mit jeder zusätzlichen Baumart auf einer Parzelle 6,4 Prozent mehr Kohlenstoff kompensiert werden kann. Ältere Bäume akkumulierten zudem mehr Kohlenstoff als jüngere. "Hochgerechnet auf ganz China, hätten mit artenreichen Aufforstungen von zehn verschiedenen Baumarten anstelle der bisherigen Monokulturen in der Zeitspanne von 1977 bis 2008 zusätzlicher Kohlenstoff im Wert von 300 Mio. Dollar pro Jahr aus der Atmosphäre gebunden werden können", verdeutlicht Schmid abschließend.
red
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