Ring-Ring: Fehler da!

Foto: flickr/ Axel Brunst

Kurze Signale, wie das Vibrieren eines Handys haben erhebliche Auswirkungen auf die Konzentration. Ablenkungen von 3 Sekunden verdoppeln die Fehlerrate beim Ausführen von Aufgaben.

 

Wissenschaftler der Michigan State University untersuchten, welchen Einfluss kurze Unterbrechungen auf die menschliche Fähigkeit haben eine Aufgabe exakt auszuführen. Die Ergebnisse erstaunen sogar die Wissenschaftler. Sogar die kleinsten Störsignale bringen uns aus dem Konzept.

 

Bei der Studie bekamen 300 Testpersonen relativ schwierige Aufgaben gestellt. So sollten sie zum Beispiel durch eine Reihe von Tasteneingaben am PC bestimmen, ob sich ein Buchstabe näher am Alphabetsanfang oder Alphabetsende befindet.

 

 

Ohne Unterbrechungen wurde eine geringe Anzahl an Fehlern gemacht.

Sobald man die Probanten während der Aufgabe störte, zum Beispiel durch einen kurzen Zwischenruf verdoppelte sich die Fehlerquote.

 

Vor wichtigen Aufgaben am besten das Handy ausschalten

 

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Zeitfaktor der Unterbrechung keine Rolle auf die Fehlerquote hat. Denn schon kürzeste Ablenkungen von 2,8 Sekunden, die nicht länger andauern, als die Tasteneingabe selbst, führen zu erheblich vielen Fehlern.

 

Erik Altmann, der Leiter der Studie erklärt, warum sogar Störungen von 3 Sekunden zu so vielen Fehlern führt: „Die Testpersonen müssen in diesem Moment ihre Aufmerksamkeit von der einen Aufgabe auf die andere verschieben. Sobald kurze Zwischentöne erklingen, während man auf eine Sache konzentriert ist, kann dies zu Fehlhandlungen führen.“

 

Die Studie, die von der US-Marine in Auftrag gegeben wurde, zeigt, welch gravierende Auswirkungen schon die kürzesten Ablenkungen haben können.

 

„Kurze Störungen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Handys tönen, wenn eine Mitteilung eingeht. Arbeitskollegen stecken während einem wichtigen Gespräch kurz den Kopf zur Tür herein. Die darauffolgenden Fehler können schlimme Folgen haben. So sollten zum Beispiel Profis, von deren Arbeit Leben und Gesundheit abhängen, wie Ärzte in Notaufnahmen oder Piloten nicht durch ablenkende Töne gestört werden“, meint Altmann.

 

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