
Die Verschmutzung der Meere ist nicht aufzuhalten. Oder doch? Mehrere europäische Universitäten riefen das Projekt Shoal ins Leben. Mit Hilfe des britischen Technologieunternehmens BMT entwickleten sie den Prototyp eines neuartigen Roboterfisches. Jetzt testeten sie ihn erfolgreich im Hafen von Gijon.
"Shoal hat das Ziel, eine bestimmte Anzahl von Roboterfischen zu entwickeln, die autonom zusammenarbeiten, um die Verschmutzung von Häfen und anderen Gewässern zu überwachen", heißt es auf der Projektwebseite. Im Gegensatz zu bislang eingesetzten Methoden könne die Kontrolle hier sogar in Echtzeit erfolgen. "Mit diesen Fischen können wir exakt feststellen, was die Verschmutzung verursacht und sofort darauf reagieren", ergänzt BMT-Wissenschaftler Luke Speller gegenüber dem New Scientist.
Außen Fisch, innen High Tech
Der etwa eineinhalb Meter große Roboter erinnert äußerlich an einen Thunfisch, trägt aber zur Unterscheidung zu den „echten“ Meeresbewohnern ein neongelbes Gewand. Im Inneren ist der „Fisch“ High Tech: Sensible Sensoren spüren Schadstoffe, wie Blei oder Kupfer auf und senden die gespeicherten Informationen an den Menschen.
Zusätzlich besitzt er eine künstliche Intelligenz, mit der er im Stande ist, sich einem realen Fischschwarm anzuschließen und diesen auch anzuführen. Die Idee dahinter ist, dass der Roboter beispielsweise bei einer Ölkatastrophe den Schwarm um das Gebiet herumführt. Durch die von einem eingebauten Akku angetriebene Schwanzflosse, kann der Roboterfisch bis zu einer Tiefe von 30 Meter schwimmen.
Die Entwickler hoffen darauf, dass ihr Projekt in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und kommerzialisiert werden kann. Ein vielversprechender Ansatz, um die Wasserqualität der Ozeane auf Dauer zu kontrollieren und zu verbessern.
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