50 Jahre Kampf gegen weltweiten Hunger

Foto: Welthungerhilfe

Die Deutsche Welthungerhilfe feiert am 14. Dezember 2012 ihr 50-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum wurde die private Hilfsorganisation mit einer Zehn-Euro-Gedenkmünze und einer Sonderbriefmarke geehrt.

 

Der ehemalige Bundespräsident Heinrich Lübke gründete am 14. Dezember 1962 den „Deutschen Ausschuss für den Kampf gegen Hunger“. Der Ausschuss war die deutsche Antwort auf die weltweite Kampagne gegen Hunger und Not der FAO.

Der ehemalige Generaldirektor der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, Binay Ranjan Sen stellte damals fest: "Ein großer Teil der Menschheit lebt nur eine Dürre, eine Überflutung, einen Ernteausfall vom Hungertod entfernt".

 

1967 wurde der „Deutsche Ausschuss für den Kampf gegen Hunger“ in "Deutsche Welthungerhilfe" umbenannt und 1968 als gemeinnütziger, unabhängiger Verein eingetragen.

Schirmherr ist der deutsche Bundespräsident. Zur diesjährigen Eröffnung der Woche der Welthungerhilfe rief Bundespräsident Joachim Gauck zur Unterstützung der Welthungerhilfe auf: „Wir können mit unserem Einsatz keine perfekte Welt schaffen - aber für eine bessere Welt arbeiten, das können wir sehr wohl".

 

„Hilfe zur Selbsthilfe“ lautet das Motto

 

Die Deutsche Welthungerhilfe setzt sich für eine gesicherte Ernährung aller Menschen ein. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ wurden bislang um die 6.600 Projekte mit einem Betrag von 2,25 Milliarden Euro gefördert.

 

Mit langfristigen Projekten baut die Welthungerhilfe nachhaltige und messbar erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit aus.

Sowohl bei plötzlichen Katastrophen, wie beim Tsunami 2004 in Asien oder beim Erbeben auf Haiti 2010 ist die Welthungerhilfe mit einem Notfallteam vor Ort.

Auch mit kleinen Initiativen versucht die Welthungerhilfe Spenden zu sammeln.

 

Noch immer hungern fast eine Milliarde Menschen weltweit.

Mit der Umsetzung der Millenniumsziele soll hiergegen angekämpft werden. Im Jahr 2000 unterzeichneten 189 Staaten die Millenniumserklärung in New York. Erste Forderung der acht Millenniums-Ziele ist es bis 2015 den Anteil der Menschen zu halbieren, die an Hunger leiden.

 

Die Welthungerhilfe trägt mit der Gründung ihrer Millenniumsdörfer zu diesem Ziel bei. In 15 Dörfern weltweit hilft die Welthungerhilfe den Dorfbewohnern dabei aus eigener Kraft ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

 

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