Plastik kommt nicht in die Tüte!

Foto: flickr/ Salotte1

Bürger wollen weniger Plastiktüten. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Deutsche halten Plastiktüten für ein Problem und fordern Mehrwegtaschen zum Schutz der Umwelt und des Klimas.

 

Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Teilnehmer einer Internetumfrage der DUH für Mehrwegtüten. 97 Prozent der Befragten waren sich einig, dass Plastiktüten der Umwelt erheblich schaden. Die DUH startete im September 2012 mit Unterstützung der Stiftung Naturschutz Berlin das Projekt „Einwegplastik kommt nicht in die Tüte!“.

 

Ziel war es den Plastiktütenverbrauch in Berlin zu reduzieren. In Berlin entstehen pro Jahr durch die 225 Millionen verbrauchten Plastiktüten 4.500 Tonnen Abfall – damit ließen sich in der Fläche die Berliner Bezirke Friedrichshain und Prenzlauer Berg vollständig verhüllen.

 

Zur Eindämmung der Tütenflut in der Bundeshauptstadt forderte die DUH den Senat zur Einführung einer Abgabe auf Kunststofftüten auf und setzt dabei auf bundesweite Ausstrahlung. Verbrauchern rät die DUH, beim Geschenkekauf in der Vorweihnachtszeit ein Zeichen zu setzen und wiederverwendbare Mehrwegtragetaschen zu nutzen.

 

5,3 Milliarden Plastiktüten jährlich: ein Symbol der Wegwerfgesellschaft

 

„Dass in Deutschland jährlich über 100.000 Tonnen Kunststoff allein für Plastiktüten verschwendet werden, ist ein Skandal“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch . „Damit sich das ändert, muss der Anreiz, aus Bequemlichkeit zur kostenlosen oder sehr günstigen Plastiktüte zu greifen, schnell verschwinden.“

 

Die Umfrage zeigte, dass acht von zehn Befragten trotz ihrer kritischen Einstellung zu Wegwerftüten wöchentlich ein bis fünf mit nach Hause nehmen. In vielen Geschäften gibt es die Plastiktüte kostenlos. Die Kunden werden häufig nicht gefragt, ob sie diese benötigen, man reicht sie einfach mit über die Theke.

Drei Viertel der Befragten gaben zu, die kostenlosen Taschen selten abzulehnen.

Insgesamt verbrauchen die Deutschen jährlich 5,3 Milliarden Wegwerftüten.

 

Thomas Fischer , Projektmanager im Bereich Kreislaufwirtschaft bei der DUH sieht in Irland ein gutes Beispiel: „Irland hat bewiesen, dass eine Abgabe den Verbrauch von Plastiktüten innerhalb kürzester Zeit auf einen kleinen Bruchteil reduzieren kann. Seit dort für jede Plastiktüte mindestens 22 Cent anfallen, ist der Verbrauch der Kunststofftüten von 328 auf nur noch 8 Stück pro Kopf und Jahr geradezu abgestürzt“.

 

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