Verbreitung der Malaria mit Handydaten berechnet

Foto: HSPH

Die Ausbreitung von Malaria in Kenia überwachten Forscher der Harvard School of Public Health (HSPH) mit Handy-Daten von etwa 15 Millionen Menschen. So erkennen sie, wie die Mobilität der Menschen, den gefährlichen Erreger der Tropenkrankheit vom Viktoria See im Westen des Landes bis in die Hauptstadt Nairobi trug.

Zwei Jahre lang werteten die Wissenschaftler Gesprächs- und SMS-Daten von 14.816.521 Mobiltelefonen in Kenia aus. Die Daten, die über 11.920 Sendemasten des ostafrikanischen Landes versendet wurden, zeichneten ein genaues Bewegungsmuster der Handynutzeraus über 600 Dörfern auf ihren Reisen durch das Land.

 

Eine Millionen Menschen sterben jährlich an Malaria

 

Dies kombinierten die Harvard-Forscher mit den Ausbreitungskarten der Krankheit in den Jahren 2008 und 2009. Dabei erkannten sie auffällige Parallelen.

Caroline Buckee, Studienleiterin und HSPH-Professorin: „Zum ersten Mal gelang es so mit dieser gewaltigen Datenmenge zu belegen, dass vor allem die Mobilität der Menschen die Verbreitung der durch Fliegen übertragenen Krankheitserreger massiv verstärkt.“

An Malaria sterben jedes Jahr immerhin eine Million Menschen südlich der Sahara. 90 Prozent der Todesopfer sind Kinder unter fünf Jahren! „Da ist es wichtig, die Ausbreitungswege genauer zu kennen“, sagt Buckee, „denn jeder Infizierte kann Hunderte andere anstecken, auch wenn niemand ihm Symptome der Krankheit ansieht.“

 

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