
Sonnenwind brachte das Wasser auf den Mond: Wissenschaftler der University of Tennessee in Knoxville lösten jetzt das Puzzle. Sie zeigten wie das vor drei Jahren erstmals nachgewiesene Wasser in Gesteinsbrocken auf der Oberfläche des Erdtrabanten entstand. Positiv geladene Wasserstoffatome des Sonnenwinds spalteten beim Aufprall Sauerstoff und verbanden sich anschließend zu Wasser.
Die beiden Professoren Larry Taylor und Yang Liu vom Department of Earth and Planetary Sciences hatten bereits belegt, dass auf dem Mond einschlagende Kometen, die Quellen der Wasservorräte unter der Oberfläche des Erdtrabanten sind.
Protonen des Sonnenwinds spalten Sauerstoffverbindungen
Nun identifizierten die Wissenschaftler bei Untersuchungen von Gesteinsklumpen, die Apollo-Astronauten vom Mond mitgebracht haben, mit Infrarot-Spektroskopen sowie Massenspektrometern, dass diese Mond-Fundstücke Hydroxyle enthalten. Diese Verbindungen entstanden, nachdem Protonen des Sonnenwinds beim Zusammenstoß mit dem Mond Sauerstoff abgespalten und so die Bildung von Wasser ermöglicht haben.
„So etwas kann auf der Erde nicht passieren“, erklärt Liu, „denn unseren Planeten schützt seinen Atmosphäre vor den aggressiven Teilchen des Sonnenwinds.“
Das neue Wissen hat jedoch Auswirkungen. „Auf diese Weise wird Wasser auch auf anderen Himmelskörpern wie beispielsweise dem Merkur oder Asteroiden gebildet“, sagen Taylor und Liu. Sie glauben sogar, dass der Mond jetzt als potenzielle Basis und Rastplatz für Raumexpeditionen infrage komme. „Wo der Raumtransport von einem Liter Wasser gut 25.000 US-Dollar kostet, werden diese versteckten Reservoire besonders wertvoll.“
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