
Foto: Chr. Doppelgatz
Altmaiers Zehn Punkte-Umweltprogramm: Der neue Bundesumweltminister will „noch in dieser Legislaturperiode“ einen 10-Punkte-Plan für die Umwelt verwirklichen. Laut Bundestagspressedienst kündigte der CDU-Politiker bei seinem Antrittsbesuch vor dem Umweltausschuss des Bundestags: „„Wir müssen zeigen, wo wir uns befinden und was wir erreichen können.“ Beispiele seien das Atommülllager Asse, für das im kommenden Frühjahr ein Gesetz verabschiedet werden soll oder das Endlagersuchgesetz und verstärkte Anstrengungen bei der Energiewende.

Guarani-Indianer protestierten gegen Raizens Aktivitäten auf ihrem Land. © Fiona Watson/ Survival
Ein von Shell gegründetes Biotreibstoff-Unternehmen hat sich von einem umstrittenen Geschäft in Brasilien zurückgezogen. Das Unternehmen Raizen hatte Zuckerrohr von Land erworben, das einem indigenen Volk gehört. Die Entscheidung folgt einer lautstarken Kampagne der betroffenen indigenen Gemeinde und von Survival International.[mehr]

Foto: ap/S. Brehm
Jeder dritte wild gefangene Fisch landet in der Fleisch- oder Geflügelindustrie - und in der Aquakultur: So werden jährlich rund 80 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte in den Weltmeeren gefangen. Und das, obwohl die Bestände kurz vor dem Kollaps stehen. [mehr]

Mick Jagger wurde vergangenes Jahr der Ehrentitel Umwelt-Botschafter Perus verliehen.© Survival
Musiklegende Sir Mick Jagger ist in eine Auseinandersetzung über einen “Gas-Raub” im peruanischen Amazonasgebiet verwickelt worden.[mehr]
Foto: dbu
Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete die Woche der Umwelt im Park des Schlosses Bellevue. Er betonte, dass ein Rahmen für unser – wirtschaftliches Handeln – gefunden werden müsse, damit „Schädliches vermieden und Gewünschtes erreicht“ werde.

Grausiger Fund: zerstückelter und entbeinter Tiger
Obwohl der Tiger in Indien unter höchstem Schutz steht, überschlugen sich in den letzten Tagen die dramatischen Meldungen über getötete Tiger in Indien: Ende April wurde ein Tiger-Ende mit einem Bein in einer Stahlfalle aufgefunden. Am Morgen des 30. Mai erreichte den SAVE Wildlife Conservation Fund die Nachricht seiner Partner-Stiftung Satpuda Foundation, dass in der Nähe der Tadoba-Andhari Tiger Reserve ein Tigerkadaver gefunden wurde, der in elf Teile zerstückelt war. Der Kopf fehlte.[mehr]

Auch Kenias Samburu fordern die Ratifizierung von ILO 169 © Survival
Angehörige indigener Völker von vier Kontinenten fordern in einem Schreiben die Ratifizierung eines internationalen Abkommens, dass ihr Überleben "garantieren" kann. Auch Deutschland und Österreich haben das Abkommen bisher nicht ratifiziert.[mehr]
Zum heutigen Tag der Parke erklärt dei Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professorin Beate Jessel[mehr]
Schlamperei oder Skandal? Die britische Luftwaffe muss laut einem Bericht im Ecologist klären, warum sie eine ehemalige Flugzeug-Basis in Kinloss im Nordosten Schottlands an benachbarte Kommunen verkaufte, obwohl der Boden dort mit radioaktiven und chemischen Stoffen verseucht ist.
Gemäß der letzten Auflage des Biodiversitäts-Barometers der Union for Ethical BioTrade (UEBT) hat die Mehrheit der Menschen in Europa schon von biologischer Vielfalt gehört. In Deutschland ist dieses Bewusstsein im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Laut Biodiversitäts-Barometer sind sich 42 Prozent der Menschen in Deutschland der Bedeutung der Biodiversität bewusst. [mehr]

Kleiner Schmetterling und ihre Angehörigen sind das bedrohteste Volk der Welt. © Survival
Wie gefährdet das "bedrohteste Volk der Welt", die Awá-Indianer, tatsächlich ist, wurde heute klar. Brasilianische Behörden gaben zu, dass sich in einem der Awá-Schutzgebiete zehnmal mehr Eindringlinge als Awá befinden.[mehr]
BfN-Präsidentin: Die Erfolgsgeschichte des Naturschutzes fortsetzen. BfN informiert zum Stand der Umsetzung von NATURA 2000 in Deutschland.[mehr]

Foto: BfN
Die Vielfalt der Arten garantiert das Funktionieren eines Ökosystems. Darauf verweisen am Internationalen Tag der Artenvielfalt die deutschen Naturschutzverbände. Zwischen Alpen und Nordsee wandern bei rund 1.000 Veranstaltungen gut 100.000 Menschen durch Deutschland. Die Aktion ist der Höhepunkt des Wandertags für die biologische Vielfalt, den das Bundesamt für Naturschutz organisiert.

Foto: GBM
Gegen Vergewaltigung und sexuelle Gewalt startete jetzt die kenianische Umweltorganisation Green Belt Movement eine internationale Kampagne. Die einst von der Friedens-Nobelpreisträgerin Wangaari Mathai gegründete Organisation arbeitet bei Ihrer Aktion mit Gruppen in Uganda oder Kolumbien zusammen. Sie rufen im Internet und sozialen Netzwerken zur Unterstützung auf: „Wir brauchen dringend eine starke politische Kraft um die Übergriffe zu verhindern und die Opfer sexueller Gewalt zu schützen und zu betreuen.“

Ein Nanti-Indianer. © Survival
Noch nicht veröffentlichte Pläne besagen, dass Peru aktiv versucht, Gasvorkommen auf dem geschützten Land indigener Völker zu erschließen. Falls bestätigt, wäre dies eine schamlose Verletzung von peruanischem und internationalem Recht.[mehr]