
Foto: fairafric
Spätestens jetzt, wo sich Millionen Menschen auf der Flucht befinden, müssten wir eigentlich zu der Einsicht gelangen, dass unser Wohlstand nach wie vor auf der Ausbeutung der Schwellenländer beruht. Während sich westliche Großkonzerne mit der Gewinnung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen, zum Beispiel aus Afrika, eine goldene Nase verdienen, geht die Mehrheit der dortigen Bevölkerung leer aus. Warum also nicht die gesamte Wertschöpfung von Europa nach Afrika verlagern.

Thomas Gottschalk Foto: Mobisol
Zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Berliner Start-up Mobisol will Strom auch in die entlegensten Hütten Afrikas bringen. Dafür baut das Unternehmen günstige Solar-Panel und liefert sie an die Bewohner, die dafür einen Mikrokredit erhalten, der sie unabhängig macht. 40.000 Solar-Home-Systeme versorgen die Menschen in Ruana und Tansania schon mit Sonnenpower. Jetzt will das Unternehmer zusätzlich einen Lieferdienst mit Solar-Drohnen aufbauen. global° sprach darüber mit Mobisol-Geschäftsführer Thomas Gottschalk.

Foto: Universität Hohenheim
Zu schade für den Kompost: Wissenschaftler der Universität Stuttgart-Hohenheim entwickeln ein Verfahren, mit dem sie aus Chicorée-Salatresten Basis-Chemikalien für Industrie gewinnen. Aus der Wurzelrübe stellen sie lieber Nylon, Perlon, Polyester oder Kunststoffflaschen her.

Foto: Wikimedia CC 3.0/Eddau
Gute Zeiten für Handy- und Tablett-User: In China entwickeln Wissenschaftler der Lanzhou University eine Methode, die das Tippen auf den Touchscreen zur Erzeugung von Strom nutzt. So könne, hoffen sie, die Batterie der Geräte beim Gebrauch stetig wieder aufgeladen werden – das lästige Suchen nach Ladekabel und Steckdose hätte ein Ende.

Grafik: Easyjet
Billigflieger mit Klimaschutz-Jet: Easyjet stellte jetzt ein Hybrid-Flugzeug vor. Der Jet mit Solarmodul und Brennstoffzelle soll die Maschinen der Airline am Boden künftig abgasfrei manövrieren. Bis 2020 sollen damit der klimaschädliche CO2-Ausstoß pro Fluggast um 7 Prozent pro Kilometer sinken.

Screenshot: Welt
Dass Autobauer Autos bauen, war gestern. Heute bauen sie Stromspeicher: Daimler beweist die neue Marschroute für die Automobilindustrie. Das Unternehmen aus Untertürkheim „reagiert mit einem ungewöhnlichen Stromspeicherprojekt auf die fehlende Erfahrung bei der jungen Elektromobilität“, berichtet die Welt/I>: „Die Schwaben bauen aus künftigen Ersatzbatterien für ihre Smart-Elektrofahrzeuge einen riesigen Speicher.“

Foto: Wattway
Frankreich prescht voran: Mit rund 1.000 Kilometer wollen unsere Nachbarn im Westen Straßen mit Sonnenmodulen pflastern und so ein Energie-Band durch ihr Land knüpfen. Es soll öffentliche Beleuchtung, Häuser oder Läden mit Öko-Strom von der Sonne versorgen.

Screenshot: AJ+/medium.com
Bernice Dapaah lebt in Kumasi im Süden Ghanas und stellt Bambus-Fahrräder her. Studiert hat sie Betriebswirtschaft und als ihr Großvater ihr einschärfte, sie solle ja etwas Eigenes machen, gründete sie die Ghana Bamboo Bikes Initative. Ihr Ziel war und ist, Jugendliche für ihr Vorhaben zu gewinnen und ihnen einen Arbeitsplatz zu schaffen.

Foto: Screenshot Video
In vielen Entwicklungsländern ist Strom Mangelware. Etwa 1,4 Milliarden Menschen weltweit haben keine Zugang zu ausreichend Elektrizität. Wenn die Sonne untergeht, ist es dunkel, weshalb die Menschen zu unsicheren und gesundheitsschädlichen Petroleumlampen greifen. Für Familien mit kleinen Kindern oder Schüler, die lernen müssen, ist die Situation besonders schlimm.

Foto: Wikimedia CC/BY-SA 4.0/Dietm,ar Rabich
Die Stadt Münster will nur noch klimafreundlich investieren: Die Unistadt in NRW will dadurch als erste Stadt Deutschlands ihr Geld künftig ethisch korrekt einsetzen, sagt Otto Reiners als Fraktionsvorsitzender der Grünen

Foto: Linköping University/Thor Balkhed/Abdellah Malti
Einer Gruppe von Wissenschaftlern um Xavier Crispin an der schwedischen Linköping University gelang jetzt die Entwicklung eines so genannten „Power-Papers“. Das Papier speichert in seiner Nano-Zellulosestruktur ebenso viel Elektrizität, wie gängige Leitermaterialien auf dem Markt, ist aber aus natürlichen Rohstoffen und oft wieder aufladbar.

Screenshot: Treehugger/Ecotricity
Die Idee fasziniert nicht nur – sie ist auch erfolgreich: In Großbritannien produziert Ecotricity nicht nur Wind- und Sonnenstrom auf dem selben Gelände und steigert damit den Ökostromertrag. Die Firma schützt mit Wildblumen zwischen den Solar-Modulen auch Bienen.

Foto: roxyrussell.com
Die „Quallen-Lampen“ der kalifornischen Designerin Roxy Russell sind nicht nur recycelbar, sie helfen auch noch einem guten Zweck. Sie will das Plastikproblem der Meere mit ihren Lampen be- und erleuchten. Ein Teil des Gewinns geht an die „Ocean Conservancy“.

Foto: Wikimedia CC/Laurent Massoptier
Die apulische Provinzhauptstadt Bari stezt ganz auf Elektromobile:Bürgermeister Antonio Decaro initiiert gemeinsam mit der zum italienischen Automobilclub ACI gehörenden Dienstleistungsgesellschaft Aci Global eine zunächst aus 300 E-Mobilen bestehende Carsharing-Flotte. Sie soll den abgasfreien Verkehr in der Stadt voranbringen.

Grafik: treehugger / PixScience.fr / Grégoire Cirade
Solarpower auf Hlöhernflug: Französische und japanische Wissenschaftler brüten über ihrer revolutionären Idee. Sie wollen Solarmodule an hoch fliegende Ballons montieren und damit die Kraft der Sonnenenergie weit oben in der Stratosphäre abzapfen.