
Braunalgen am orallenriff Foto: Chriftian Wild/ZMT
HIV-Mittel aus dem Meer: Ein hochwirksame Arzneisubstanz gegen Aids-Viren entdeckte der Meeresforscher Stephan Kremb von der King Abdullah Universität (KAUST) in Thuwal/Saudi Arabien in einer Braunalge aus dem mesoamerikanischen Barriere Riff. Der Fund im Rahmen der Klimawandel-Expedition des Hamburger Forschungsschiffes Aldebaran „ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen HIV“, schreibt die Crew in ihrer Pressemeldung zur Entdeckung.

Die Salinas Grandes in Argentinien sind ein Extrem-Beispiel für salzige Böden. Foto: wikimedia commons/ Jaan Cornelius K.
Die Weltbevölkerung wächst rasant. Um ihre Versorgung sicher zu stellen, müssen mehr Nahrungsmittel produziert werden. Bewässerung in ariden und semiariden Anbaugebieten führt allerdings zur Versalzung der Böden. Die Folgen sind geringere Erträge und Verlust von fruchtbarem Ackerland - durchschnittlich 2.000 Hektar pro Tag! Wissenschaftler der United Nations University (UNU) schlagen nun Alarm und fordern wirksame Maßnahmen gegen die Versalzung zu ergreifen, da zur Zeit 62 Millionen Hektar zu versalzen drohen. Sie beziffern die jährlichen Verluste durch versalzte Böden auf über 27 Milliarden US-Dollar.

Buntbarsch Kratersee Xiloa Foto: Uni Konstanz
Untersuchungen legen eine Evolutionsentwicklung im Sinne der Darwin’schen natürlichen Selektion nahe. Eine Studie des Konstanzer Evolutionsbiologen Prof. Axel Meyer und seines Forscherteams an Buntbarschen aus Kraterseen in Nicaragua zeigt, dass sich in vergleichbaren Lebensräumen komplexe parallele Phänotypen (Erscheinungsbilder) sehr rasch, wiederholt und sogar auf unterschiedlichen evolutionären Bahnen entwickeln können. Vermutlich bedingt durch natürliche Selektion, die Ergebnisse stützen dieses Modell. Hiernach können dieselben Merkmale durch dieselben Umweltbedingungen und dieselben ökologische Nischen ausgebildet werden.

Biosprit aus der Whisky-Destille Foto: Wikimedia CC/GNU 1.2/Hajotthu
Bei Polizeikontrollen könnte künftig das Auto falschen Verdacht erzeugen: Im Heimatland des Scotch tüftelt die schottische Firma Celtic Renewable in Edinburgh daran, aus Abfällen der Whisky-Produktion Biosprit zu destillieren.

Bild: Wirkstoffe aus der Natur – Label © Stauke
Wer etwas Gutes für Haut und Haar tun möchte, dem kommen die Beauty-Produkte von Nivea, L’Oreal und Co. gerade gelegen. Doch vor allem die großen Kosmetik-Konzerne geraten in den letzten Jahren ins Lauffeuer der Kritik.[mehr]

Europameister mit Team Foto: Hochschule Bochum
Erst Vize-Weltmeister – jetzt Europameister: Der SolarWorld GT des SolarCar-Teams an der Hochschule Bochum fuhr bei der European Solar Challenge allen Konkurrenten auf und davon. Der Sonnen-Renner kassierte auf der Rennstrecke im belgischen Zolder das Preisgeld von 7.000 Euro.
Stroh zu Kunststoff Foto: ap/Stefan Schmidt
Zum Verbrennen zu schade: Aus Weizenstroh lässt sich nicht nur Energie gewinnen. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam-Golm gelang es jetzt, aus dem Abfall vom Feld Kunststoffe zu produzieren.

Leonardos Skizze vom Menschen Foto: Wikimedia CC
Was machbar ist, packen wir an: Das Plädoyer für den technischen Fortschritt begeistert noch immer viele, die in das Leben und den Alltag erleichternden Neuerungen die Bahn sehen, die in die Zukunft lenkt. Auch Datenklau oder Hightech-Pannen ändern daran wenig. Sie zeigen in ihren apokalyptischen Dimensionen einer dem Menschen angeblich überlegenen Maschine – etwa: Tschernobyl und Fukushima oder auch NSA und BND – die Kehrseite dieses Fortschrittsglaubens. Aber sie halten den Zug in die Zukunft kaum auf. Deshalb müssen wir uns den Veränderungen stellen.
Blick unters Eis der Antarktis: Erstmals veröffentlicht der Times Comprehensive Atlas of the World Bilder einer bis heute gefrorenen Eis-Landschaft: Berge und Täler unter dem Eisschild des Südpols.

Crashtest mit E-Mobil Foto: IAV GmbH
Es geht also doch: Klein und leicht sollen Elektromobile sein, damit sie mit Strom weit fahren können. Das aber ging bisher meist zu Lasten der Fahrgastsicherheit. Die Norm für Autos der Zulassungsklasse L7E (max. 400 kg Leergewicht) erscheint Sicherheitsexperten nicht ausreichend. Jetzt zeigen Forscher der Technischen Universität München (TUM) - gemeinsam mit Experten aus der Industrie die Lösung – ihr „Visio.M“ überwacht das Verkehrsgeschehen und löst schon vor einem Crash die eingebauten Insassen-Schutzsysteme.

Foto: BNL.gov
Für die viele Menschen ist Kohlendioxid (CO2) das schmutzige Gas, das für die globale Erwärmung, schmelzende Gletscher und anschwellende Ozeane verantwortlich ist. Der weltweite Ausstoß des Klimakillers Nummer 1 muss reduziert werden, die Anreicherung in der Atmosphäre ist laut WMO im letzten Jahr auf absolute Rekordhöhe gewachsen.

Foto: Screenshot Video/NYT
Das von der New York Times veröffentliche Video „Animated Life: Seeing the Invisible“ ist dem im 17. Jahrhundert lebenden niederländischen Naturforscher Antoni van Leeuwenhoek gewidmet. Er war es, der in Delft als Tuchhändler Mirkroskope baute und damit 1674 eine bis dahin unbekannte Welt der mikroskopisch Kleinen (animalcula).

Baumwollblüte in Kirgistan
Gossypium barbadense: Die Pflanze, aus der die hochwertigste Baumwolle der Welt gewonnen wird, stammt ursprünglich aus Peru, wo sie schon vor fast 5.000 Jahren angebaut wurde. Die Pima-Indianer, nach der Gossypium barbadense benannt ist, pflanzten sie erstmals in den USA, in Arizona, an. Die Pflanze gedeiht in trocken-heißem Klima in vielen Regionen der Welt wie dem Nahen Osten und Nordafrika, Zentalasien, China, den USA und Südamerika.[mehr]

Foto: Screenshot Video/ACS
Den Akku eines Smartphones unterwegs aufladen, ganz ohne Netzanschluss, über den eigenen Körper? Schwer vorstellbar und doch künftig möglich - Ein Team der University of California San Diego hat unter Leitung von Prof. Joseph Wang das erste temporäre Tattoo entwickelt, dass aus dem Schweiß auf der Haut Strom erzeugen kann.

Illustration: Christine Daniloff/MIT
Das in alten Autobatterien Blei enthalten und diese immer auf Mülldeponien ein giftiges Problem darstellen, ist bekannt. Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben nun ein Recycling-Konzept entwickelt, dass dieses Blei in kostengünstigen Solarzellen einem zweiten Verwendungszweck zuführt. Damit könnte der Umweltverschmutzung durch die Entsorgung auf Mülldeponien ein Riegel vorgeschoben und gleichzeitig emissionsfreie Energie produziert werden, berichtet solarify.eu